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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
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Geschichte der Juden.

daran gingen, Assyriens Weltherrschaft an sich zu bringen. Necho,noch kriegerischer und unternehmender als sein Vater, der den ver-schütteten Verbindungskanal zwischen dem Mittelmeer, dem Nil unddem rothen Meer wieder schiffbar machen ließ wobei 120 000 Arbeiterin der Sandwüste umgekommen sein sollen der zuerst Afrika umschiffenließ durch eine phönicische Flotte, welche vom rothen Meere ausliefund durch die Säulen des Herkules (zwischen Spanien und Afrika)durch das Mittelmeer im dritten Jahre zurückkehrte Necho rüsteteein zahlreiches Heer zu einem großen Kriege aus, um die Libanon-gegend bis zum Euphrat zu erobern und auch Assyrien zu demüthigcu.Da seine Nebenbuhler Kyaxares und Alyattes in einem langwierigenKriege einander erschöpft hatten, gedachte Necho mit Leichtigkeit diesyrischen Länder und vielleicht auch Assyrien mit Aegypten vereinigenzu können. Indessen hatten die beiden Könige Frieden mit einandergeschlossen. Eine Sonnenfinsterniß, welche den Tag (30. Sept. 610)gerade während der Schlacht zwischen den medischen und lydischenHeeren verdunkelte, hatte Beide in hohem Grade erschreckt; dadurchwaren beide Könige zum Friedensschlüsse geneigt; die Vermittelungdesselben hatten Nabopolassar und Syennesis übernommen. Nach Be-endigung dieses Krieges schloß Kyaxares mit Alyattes und Nabopolassarein enges dreifaches Bündniß, das durch die Verehelichung von deslydischen Königs Tochter mit Kyaxares' Sohn und der Tochter desmedischen Königs mit Nabopolassar's Sohn, Nebnkadnezar, befestigtwurde. Dieses Bündniß war gegen Assyrien gerichtet, das damalsvon einem den Lüsten ergebenen und verwerflichen König Sardanapal(Sarakus?) beherrscht wurde. Zu gleicher Zeit zogen die drei mächtigstenKönige der damaligen Zeit (608) zu ausgedehnten Eroberungen aus,Kyaxares und Nabopolassar gemeinschaftlich gegen Ninive, und Nechogegen die Euphratländer.

Nachdem der Letztere die befestigte philistäische Stadt Gaza mitSturm genommen hatte Z, zog er längs der Niederung an der Küstedes Mittelmeeres entlang und gedachte durch die Ebene Jesreel zumJordan zu gelangen, diesen zu überschreiten und dann über Damaskusauf dem kürzesten Wege zum Euphrat zu kommen. Diesem Durchzugedurch das ehemalige israelitische Gebiet stellte sich Josia hinderndentgegen. Sei es, daß er eine Machtvergrößerung Aegyptens für denBestand seines Königreiches fürchtete, oder daß ihn Nabopolassar fürsich gewonnen hatte, eine feindliche Haltung gegen Necho anzunehmeu,genug er sammelte eine Schaar und zog Necho entgegen. Er vertraute

9 Herodot II, 159; Jeremia 47, 1; Laäz'tis bei dem Ersteren ist Gaza.