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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
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Manasse's Regierung.

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einzunehmen, die Eindringlinge daraus zu verdrängen und womöglichihre Rachegelüste an ihnen zu kühlen. Wahrscheinlich hatte Chiskijavor seinem Tode einen Palasthanptmann oder Verweser nach seinemSinne eingesetzt, welcher während der Minderjährigkeit des jungenKönigs den Staat leiten sollte. Aber sei es, daß dieser durch dieRänke der Großen gestürzt wurde oder aus Rücksichten sich mit ihnenverbunden hatte, genug es kamen Hofdiener und Beamte au's Staats-ruder, welche nichts Eiligeres zu thun hatten, als alles das umznstoßen,was Chiskija eingeführt hatte. Die von diesem König, man weißnicht recht, ob man sagen soll, wiederhergestellte alte oder durchgeführteneue Ordnung wurzelte in der altisraelitischeu Lehre von der Einzigkeitund Bildlosigkeit Gottes, von dem Abscheu gegen alles götzendienerischeWesen und von der Einheit des Cultus. Diese Ordnung wiederumzustürzen, war der Fanatismus derjenigen, welche unmittelbar odermittelbar an der Spitze der Regierung standen. Es bildete sich einegötzendienerische Partei, welche nicht bloß aus Gewohnheit, Nach-ahmungssucht oder verkehrter religiöser Vorstellung, sondern aus leiden-schaftlichem Hasse das Ur-Jsraelitische verfolgten und Fremdes be-vorzugten. Es waren Diejenigen, welche schon unter Chiskija heimlichdem Götzenthum zugethan waren; durch Ueberredung suchten sie auchdie Lauen dafür zu gewinnen^).

An der Spitze dieser Partei standen die Prinzen, entweder jüngereSöhne oder Vettern des Königs Achas, welche Chiskija's Werk alsNeuerung oder gewissermaßen als Auflehnung des Sohnes gegen dieBestimmungen des Vaters verabscheut und mit Ingrimm ertragenhatten. Ihrem Einflüsse und ihrer Leitung war der junge Mauassepreisgegeben, aus ihrer Mitte war wohl der neue regierende Palast-hauptmanu. Den Kern der dem Götzendienste huldigenden Parteibildeten die Fürsten Juda's, theils auch Rachegefühl wegen der erfahrenenZurücksetzung und theils aus Hang zum zügellosen Leben, welches dasGötzenthum so sehr förderte^). Gewiß nicht lauge nach Manasse'sThronbesteigung schritten die Großen, welche im Namen des Königshandelten, zur Ausführung der von ihnen entworfenen Systemänderung.Zuerst wurde bekannt gegeben, daß die Höhenaltäre, welche Chiskija

*) Vergl. Deuteron. 13, 7 fg.

-) Daß die Königssöhns, d. h. dis Prinzen und die Fürsten, Anhängerdes eingeführten Götzencultus waren, folgt aus Zephanja 1, 59 7pHon Zephanja hat zwar erst zur Zeit Josia's prophezeit; allein

da der Götzendienst von Manasse an bis zum 18. Regierungsjahr Josia's gedauerthat, so gilt das, was Zephanja von der Josianischen Zeit vor der Reformschildert, auch von Manasse's Zeit. Dazu gehört noch das. 3, 34.