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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
Entstehung
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Aeuntes Kapitel.

Die vorletzten davidischen Könige.

Manasse's Regierung. Fanatischer Haß gegen Chiskija's Ordnung. Das scheußlicheund unzüchtige Götzenthum wird eingeführt. Verhalten der Ahroniden dazu.Prophetenmord. Psalm aus dieser Zeit. Assar-Haddons Kriegszug gegenAegypten. Die Chuthäer. Manasse's Gefangenschaft, Rückkehr und Tod.Die Könige Amon und Josia. Der Prophet Zephanja. Die Assyrer undMeder. Einsall der Skythen. Josia's Sinnesänderung. Ansatz zur Aus-besserung des Tempels. Der Prophet Jeremia. Seine eigenthümlicheBeredtsamkeit. Die Bekehrung der Familie Schaphan. Das Gesetzbuchwird im Tempel gefunden.

(695 621).

Es war dem jndäischen Volke nicht beschicken, auch nur einigeMenschenalter hindurch glückliche Tage zu genießen, als sollte sich seineKraft durch den raschen Wechsel von Gunst und Ungunst erproben.Auf die gedrungene Kraft und Einheit der zweiten Hälfte der chiski-janischen Regierung folgte rasch Zerfahrenheit und Schwäche, auf diebehagliche Ruhe wildstürmende Unruhe, auf die Blüthenpracht geistigerErzeugnisse ermattende Dürre. Unfälle politischer Natur sind zwar inden Tagen von Chiskija's Nachfolger nicht eingetreten; sie bedrohtendas Land nur von Ferne, und die Gefahr ging schnell vorüber. Aberim Innern entstanden widerwärtige Zustände, welche eine Zerklüftungzu Wege brachten und dadurch eine dauernde Schwächung herbeiführten.Was kann es Schlimmeres für ein staatliches Gemeinwesen geben, alswenn die Glieder desselben in Eifersucht und Haß gegen einanderentbrannt sind, und die Landbevölkerung eine tiefe Abneigung gegendie Hauptstadt desselben empfindet? Solche Zustände entwickelten sichunter Chiskija's Sohne, der zum Unheil für das Land über ein halbesJahrhundert regierte (695641). Einige Schuld an den eingetretenenMißständen trug Manasse's Jugend. Unter einem Fürstenknaben vonzwölf Jahren, der auf dem Throne sitzt, dessen Regierung aber inden Händen seiner Diener liegt, ist für den Ehrgeiz, die Habsucht undnoch häßlichere Leidenschaften Thür und Thor geöffnet, wenn dieRegierenden nicht sittlich hochstehen oder die Liebe zum Vaterlandeüber die Selbstsucht setzen. So hoch standen aber die Fürsten Juda's,welche den davidischen Thron umgaben, nicht. Sie waren vielmehr durchdie Zurücksetzung, welche sie unter Chiskija erfahren hatten, von In-grimm beherrscht und von dem Bestreben beseelt, ihre alte Stellung wieder