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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
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Geschichte der Juden.

Als Juda von Feinden bedrängt war (o. S. 129), verkündeteJesaia die frohe Aussicht:

Ein Kind ist uns geboren,

Ein Sohn ist uns geschenkt,

Auf dessen Schultern die Herrschaft sein wird,

Und sein Name wird genannt werden:

Wunderbarer Nathpfleger des mächtigen Gottes,

Vater der Beute, Fürst des Friedens""

Groß wird die Herrschaft und unendlich der FriedeAuf dem Throne David's und in seiner Regierung sein,

Ihn aufzurichten und zu stützen in Recht und Gerechtigkeit"»).

Während Ahas' Mißregierung, welche einen Wechsel von Schwächeund Thorheit bildete, hofften die Propheten und jener Kreis der Sanft-müthigen, welche Kern und Herz des Volkes Israel waren, auf denjungen Königsohn und erwarteten von ihm die Wiederherstellung derdavidischen Glanzregierung, des goldenen Zeitalters. Chiskija,welcher die Verkehrtheiten seines Vaters mit Schmerz hatte mit ansehenmüssen, gab gleich nach dessen Tode Widerwillen dagegen zu erkennen.Er ließ den Leichnam seines Vaters nicht in dem Erbbegräbniß derdavidischen Könige beisetzen, sondern in einer eigens angelegten Grab-kammer 2). Er soll ihn auch nicht nach Brauch in einem Pracht-sarkophag zur Ruhestätte gebracht haben, sondern auf einem Bette mitStrickens. Seine Gesinnung that Chiskija in einem Psalm kund,den er wahrscheinlich gleich nach seiner Thronbesteigung dichtete, dersich wie ein Manifest ausnimmt.

Wandeln will ich in meines Herzens Einfalt in meinem Hause,Nicht will ich die Gemeinheit vor meinem Auge dulden;

Ränke schmieden haße ich,

Es soll mir nicht anhaften,

Ränkevoller Sinn soll von mir weichen,

») Jesaia 9, 56. Es ist nicht zu verkennen, daß sich dieser Zug auf Chis-kija bezieht. Statt -mrn muß man lesen 'Nim tutnr., wie statt me» niß-nach I,XX --«-.ktr«-: Es ist sine Prophezeihung nb°> ist in diesem V.

^.ilverbiuin zu pxm und steht wegen des folgenden Ltatns ooimtr. voran. ix be-deutet nichtewig", sondernBeute" und ix -ox bildet eine L.ntitbs88 zu mrone». Das Wort noiob nach der Massora kann nicht Infinitiv, überhaupt garkeine Wortform sein, sondern ob ist dittographirt vom vorangehenden cnv. Esbleibt also ioi vom Worte übrig, das I,XX mit als Adjektiv zu nmem

wiedergeben.

°) Chronik II, 28, 27, Könige II, l6, 20 heißt es zwar von Achas iox'iMi mxo vom» ox, allein der Vatican. Text der I,XX hat nicht die Worte nnin ox;was Mi mxo betrifft, so mag im Texte der Passus fehlen, den die Chronik das.21, 20 beim Tode Joram's von Juda hat: ombon miopo nbi in mxo mn-mi.

2 ) Talmud Traktat?8 88aobim 56a als Boraitha citirt, soll aber auch eineMischnah sein, Sanhedrin 47a, jerus. Sanh. I, p. 18 ä, es ist jedenfalls einehistorische Tradition.