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Geschichte der Juden.
Baal überzeugt hatte Z. Das erste Feuer, welches dem Altar dieWeihe geben sollte, kam von oben, und dieses sollte durch Priester-hand stets unterhalten werden^). Die zwei Söhne Ahron's, Nadabund Ab ihn, welche menschliches Feuer zum Altar gebracht und da-mit die Opfer verdampfen lassen wollten, wurden von demselben Blitz-strahl getroffen. Es sollte zur Warnung dienen, daß die Priester vorallem sich davon fernhalten müßten, eine willkürliche Opferhandlungvorzunehmen. Gerade weil sie dem Heiligthum näher stehen, tragensie eine größere Verantwortlichkeit, und sie sollten zu Neuerungen nichtdie Hand bieten ^).
An diesen Vorgang, den plötzlichen Tod der beiden Ahrons-Söhne bei der Einweihung der Stiftshütte, reiht die Thora wiedereinige darauf bezügliche Gesetze an. Zunächst sollten die Priester, dieNachkommen Ahron's, sich beim Altardienste vom Trünke fern halten; ihrBeruf ist, das Volk darüber zu belehren, was heilig und unheilig undwas rein und unrein sei^). Ganz besonders sollten sie sich, im Gegen-satz zu den Bräuchen der Völker, von Todtenopsern fernhalten; nichteinmal die Todtenklage und Todtenbräuche um den Verlust ihrer Ver-wandten sollten sie anstellen ^). Das Abgestorbene sei unheilig undunrein und solle vom Tempel und den Priestern ferngehalten werden.Auch das Gesetz vom Sühntage jllom Im-Xippnrim) reiht sich an diesenVorfall an, weil Nadab und Abihu nach eigenem Ermessen das Aller-heiligste betraten. Selbst Ahron, der Hohepriester, soll das Heilig-thum Hochhalten und nicht zu jeder Zeit in dasselbe eingehen, sondernnur einmal des Jahres, um für sich, das Priestergeschlecht und dasVolk durch Opfer und Sündenbekenntniß Versöhnung mitGott zu erlangen. Der Sühnetag soll durch Ruhe von Arbeit undEnthaltung von Speisen begangen werden. Auch der Fremdling sollan der Aussöhnung und dem Jngemeinschafttreten mit Gott Theil haben.Das Heiligthum selbst, welches inmitten der Sündhaftigkeit des Volkessteht, bedarf ebenso der Sühne und soll an diesem Tage, gewissermaßenjedes Jahr von neuem, geweiht werden.
Was ist aber die Sünde, welche die Menschen, die GemeindeIsraels von Gottes Gemeinschaft entfernt, sie als unrein erscheinen läßtund versöhnungsbedürftig macht? Durch eine lange Reihe von Ber-
*) o. S. 30; vgl. Leviticus 9, 24 mit Könige I, 18, 39.
2) Lernt. 6, 2. S—6.
b) Das ist offenbar der Sinn von Leviticus 10, I—3.
Das. V. 8—11. Die kurzgehaltene Ermahnung das. V. 10 muß durchDeuteron. 33, 10 und Ezechiel 44, 23 ergänzt werden.
-ff Das. 10, 6. 18—19.