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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
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Geschichte der Juden.

seinen Beschluß Abraham mit, damit deren Untergang den Nach-kommen Abraham's zur Warnung dienen sollte, und damit er ihneneinprägen sollte, stets den Weg Gottes zu wandeln und Gerechtigkeitund Milde zu üben*). Abraham flehte indeß um Vergebung fürSodom und Gomorrha: Gott möge um der Unschuldigen willen dieSchuldigen verschonen. Sollte der Richter der ganzen Erde nicht Ge-rechtigkeit üben? Aber auch nicht zehn Unschuldige befanden sich imBereich der Sodomitischen Städte. Darum beschloß Gott über dieseeine schreckliche Zerstörung zu bringen. Nur Lot, Abraham's Neffe,sollte verschont werden, weil er die Hartherzigkeit seiner Mitbewohnernicht theilte^). Zwei Boten kamen nach Sodom, um ihn zur Fluchtzu bewegen. Er nahm sie gastfreundlich auf, aber die Sodomiterbeschlossen, die Fremden zu tödten und hätten beinahe Lot's Haus zer-stört, worin dieser sie geschützt hatte. So ereilte die Vierstädte das wohl-verdiente schreckliche Strafgericht. Schwefel und Feuer regneten aufdie Bewohner, vernichteten allen Pflanzenwuchs und verwandelten denschönen Thalkessel in das grausige Salzmeer. Ein Dampf stieg darausauf, wie der Dampf eines Kalkofens. So erging es den herzensver-härteten, verderbten Sündern des Thalkessels von Sodom. Die Thoradeutet zum Schluffe dieser Erzählung an, daß Lot's Familie von derBerührung mit den Sodomitern nicht frei geblieben ist. Seine beidenTöchter machten den Vater berauscht und gebaren in Blutschande jedeeinen Sohn, welche die Stammväter der Moabiter und Ammonitergeworden sind, die wegen ihrer blutschänderischen Geburt von derLebensgemeinschaft mit den Abrahamiden ausgeschlossen werden sollten.

In ihrer lehrhaften Weise deutet die Thora ferner an, wie schweres Abraham wurde, seine Ehe rein von Befleckung zu erhalten, da inseiner Umgebung Gewaltthätigkeit herrschte, schöne Frauen den Männerngeraubt und diese getödtet wurden. So erging es Abraham einmal inAegypten, als er wegen einer Hungersnoth dort Zuflucht nehmen mußte.Er lebte daher stets so sehr in Furcht, seiner schönen Frau Saraberaubt und ihretwegen erschlagen zu werden, daß er mit ihr verab-redete, sie als seine Schwester auszugeben; sie war auch thatsächlichseine Halbschwester^). Abimelech, der König von Gerar im Landeder Philister, ließ sie ihm in der That gewaltsam rauben und in seinHaus führen, um sie zu beflecken. Und von Sara sollte ihm doch,

i) Das. 18, 19.

Das. 18, 25 fg.

-) Das. 19, 2 fg.

4) Genesis 20, 1113. Damit deutet die Thora an, daß Abraham sichnicht einmal einer Nothlüge bedient Habs.