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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
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Geschichte der Juden.

diener gegeißelt haben. Denn wieder wie zur Zeit der Jsebel habensich die Propheten Jhwh's verbergen müssen, wenn sie nicht demTode verfallen wollten. Schlingen wurden ihnen gelegt, um sie zuFalle zu bringen Z.

In dieser trostlosen Zeit des Königs Achas, die sich kaum mitder sechsjährigen Mißregierung der Athalia vergleichen läßt, in welcherder König die uralte Lehre mit Füßen trat, götzendienerisches Unweseneinführte, damit Unsittlichkeit und Rechtsverhöhnnng verband, dieGroßen schrankenlos ihren Gelüsten fröhnen konnten, die Lügen-propheten diesen Missethaten das Wort redeten und die Prophetender Wahrheit und des Rechts geächtet wurden, scheint eine That vongroßer Tragweite ausgeführt worden zu sein. Ein Buch ist in dieOeffentlichkeit eingeführt worden, welches das Buch der Bücher ge-nannt zu werden verdient, weil es in ungeschmückter und doch erhabenerRede die Regel für das sittliche und religiöse Leben aufstellt, es nachallen Seiten hin beleuchtet und anpreist und die Laster und Verkehrt-heiten als solche kenntlich macht. Ein Prophet sprach gegen denAndern. Was der Eine verdammte, lobte der Andere. Wo ist dieWahrheit? Woran sollten sich diejenigen halten, welche noch nichtvom Strudel der allgemeinen Verderbniß fortgerissen waren? IstJhwh Gott oder Baal? Ist der unzüchtige Astartendienst gestattetoder verpönt? Sollen Kinderopfer gebracht werden? Zwei Thatsachenstanden aber in der allgemeinen Verwirrung über allem Zweifel fest,auch denen, welche das Fremde so hochstellten und sich darin ver-loren: die Erlösung des Volkes aus Aegypten und die Mittler-schaft des ersten Propheten bei diesem Erlösungswerke.Die Erinnerungen an diese Vorgänge waren denen, welche überhauptnicht ganz stumpf waren, lebendig und gegenwärtig. So oft die Pro-pheten sprachen, knüpften sie daran an oder machten Anspielungendarauf. Keiner der großen Ahnen und Führer des Volkes stand inso hohem Ansehen wie Mose. Sein Name lebte in der Erinnerungals der eines geistigen Helden, der in inniger Gemeinschaft mit Gottgestanden und von ihm Offenbarungen, Lehren und Gesetze, Mahnungenund Warnungen empfangen. Das, was Mose, als von Gott stammenddem Volke übermittelt hatte, galt als wahr, recht und heilsam. Indas Bewußtsein des Volkes war aber bis dahin wenig von dem durchMose Geoffenbarten gedrungen. Nur dämmerhafte Ueberlieferungenwaren über den Inhalt, Werth und Ursprung der von ihm stammenden

*) Vergl. Jes. 29, 21. n-rmch mit Hosea 9, 8. b? ns n'::

l'snn Jes. 30, 20 -'nns nch, d. h.deine Lehrer werden sich nicht

mehr zu verhüllen, zu verbergen brauchen".