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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
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Geschichte der Jude».

zu bestehen hatte, obwohl jene durch deu Mund der Propheten ein-dringlich sprach, daß das Volk sich in der Noth nicht zu dem Gottwandte, dessen Hoheit die Gottesmänncr verkündeten, sondern zu Wahn-gebildeu Zuflucht nahmen. Sie befragten ihre mumienhaften Haus-götter (Isruplüm) oder ließen sich von Gauklern und Traumverkünderndie Zukunft deuten i).

Gegen diese unverbesserliche Verkehrtheit trat ein Prophet auf,wie es scheint, ebenfalls ein Jerusalemer, Namens Zacharia. SohnJibrechjahu's (oder Zacharia I. ?). Mit der feurigen nud an-muthigen Beredsamkeit seines Zeitgenossen Jesaia hält die Redeweisedieses Propheten keinen Vergleich aus. Es gebricht ihr an Kraft undZusammenhang, sie reiht nicht Gedanken an Gedanken, sondern springtohne rechte Vermittelung von einem Gegenstände zum andern. Zacho-ria's Sprache ist wohl auch dichterisch gefärbt und bestrebt sich dasGleichmaß eiuzuhalten, führt aber weder die Gliederung, noch die son-stigen poetischen Formen durch. Seine Bilder und Gleichnisse sindnicht immer gewählt. Häufig wendet Zacharia I. das Gleichniß vonHirten an, das er von den Königen gebraucht, und von der Heerde,das er auf Vas Volk anwendet. An diesen Propheten kam zuerst derAuftrag, das Volk zu ermuthigen und es aus der Bangigkeit, die sichseiner durch den Streifzug der Aegypter und in Folge des Nothjahresbemächtigt hatte, aufzurichten. Er rollte daher ein glänzendes Bildder Zukunft ans, um es über die bedrückende Gegenwart hinwegzu-heben. Er stellte in Aussicht, daß die Nachbarvölker, welche öfterfeindlichen Sinnes gegen Israel waren, die Aramäer, Tyrier undselbst die Philister sich einst zum Gott Israels bekennen, und von ihmals gleichberechtigte Kinder ausgenommen werden würden, wenn sieihre Frevelthat und ihren falschen Stolz abgelegt haben werden:Ausspruch des Wortes Gottes:

Im Lande Hadrach (?) und Damaskus wird (Gottes) Ruheort sein.Denn zu Gott ist das Auge der Mensche» gerichtet,

So wie aller Stämme Israels.

Auch in Hamath. das daran grenzt,

In Tprus und Sidon, das sehr weise ist.

Askalon, Gaza, Ekron weiden erzittern.

Ich entziehe seine Blutthat aus seinem Munde,Seinen Gräuel aus seinen Zähnen,

Und es bleibt für unfern Gott,

Und es wird sein, wie ein Stamm in Juda,Und Ekron, wie Jebusi (Jerusalem).

Freue Dich sehr, Zions Tochter!

') Zacharia tO, l2. Vgl. Note 3.

") Vergl. dieselbe Note.