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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
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Die Assyrer.

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keit, Mylitta, wurde auch von ihnen verehrt st. Babel, die Lehr-meisterin für die Assyrier, wurde allmälig in vielen Punkten von denSchülern übertroffen. Ihre Bauten, wozu sie nicht bloß Ziegel undBacksteine, sondern auch Felsstücke aus dem Gebirge verwenden konnten,waren noch riesiger, prächtiger, mit Malereien und ausgehauenen Figurengeschmückt. Wie sie den Helden ihres Stammes und den Gründerihres Staates über die Götter stellten, so zollten sie auch ihren Königennoch mehr Hochachtung als den Göttern. Gegen die riesigen und reich-geschmückten Paläste der assyrischen Herrscher erscheinen die Tempel derassyrischen Götter klein und ärmlich. Die assyrischen Könige be-schäftigten sich abwechselnd mit Krieg, mit Jagd in den Gebirgen,welche voll von Wild waren, und mit leckeren Gelagen. Sie ließensich auch an den Wänden ihrer Paläste abbilden, meistens mit Köcherund Bogen, wie sie die Gefangenen niedermachten oder Löwen erlegten,oder wie sie, von zahlreichen Dienern umgeben, den Pokal in der Handhielten. Kriegerisch waren die Assyrer bis zum Uebermaß. Es warein kräftiger Menschenschlag, der von seinen eroberungssüchtigen Königenzu harten Kämpfen gestählt wurde. Die Assyrer hatten Rosse inMenge aus den armenischen Gebirgen und konnten als gute Reiterleicht über Feinde, welche bloß Fußvolk ihnen entgegenstellten, Siegedavon tragen. Ein judäischer Seher schilderte das assyrische Volk mitanschaulicher Treue:Es kommt leicht und schnell einher. Kein Müderund Schwacher ist unter ihnen. Es schläft und schlummert nicht. Eslöst sich nicht der Gurt seiner Lenden, und es reißt nicht der Riemenseiner Schuhe. Seine Pfeile sind geschärft und alle seine Bogen ge-spannt. Die Hufe seiner Rosse gleichen dem Kiesel und seine Wagendem Sturmwind. Es brüllt wie die Löwen, ergreift die Beute, trägtsie fort, und niemand kann sie ihm entreißen" 2). Bei den Assyrern,wie bei allen Völkern des Alterthums mit Ausnahme der Griechenund Römer war der König der Inhaber aller Macht, das Volknur eine Heerde, welche zur Schlachtbank geführt werden durfte. Dieassyrischen Herrscher legten sich zuerst den prunkenden TitelGroß-könige" bei st. Konnten sie sich doch rühmen, daß selbst die ihnenuntergeordneten Fürsten Könige waren st!

Sobald die Assyrer ihr Gebiet nach Nord, Ost und West aus-gedehnt hatten, richteten sie ihr Augenmerk auf den Süden. Sie ge-dachten zunächst die Seegestade der Phönicier in ihre Gewalt zu

st Herodot I, 199, Vausanias I, 1t, 6.

st Jesaia 5, 26 fg.

st Das. 36, 4.

st Das. Ig, 8.