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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
Entstehung
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Viertes Kapitel.

Der Niedergang des Zehnstämmereiches, das Haus David unddie Einmischung der Assyrier.

König Menahem. Die Babylonier und Assyrier. Die assyrischen Eroberungen.Die Vasallenschaft des Reiches Samaria. Pekach, Rezin und Eluläi.Jotham folgt seinem Vater Usia nach. Seine Thaten. Die Verworfenheitder Fürsten Juda's. Der Palasthauptmann. Der Prophet Jesaia. DieKraft und Eigenthümlichkeit seiner prophetischen Beredtsamkeit. Jesaia'sProphetenschule. Die Anawim. Die Psalmdichtung der Leviten. Aegypten,die äthiopische Dynastie, Sabako's Eroberungen. Der Prophet Zacharia I.

(758 740 ).

Als der König Usia von einem unheilbaren Aussatz befallen warund seine letzten Lebensjahre in der Einsamkeit zubringen mußte, über-nahm sein noch junger Sohn Jotham die Verwaltung des Landes.Im Zehnstämmereich regierte der grausame Thronräuber Menahemwahrscheinlich mit eiserner Hand. Beide Reiche gingen in den altenGeleisen fort, ohne zu ahnen, daß sich am fernen Horizont gewitter-schwangere Wolken zusammenzogen, die sich verderblich auch auf sieentladen Würden. Vom Norden aus, aus den Euphrat- und Tigris-Ländern sollte schwere Prüfung über das Volk beider Reiche kommen.Hier bestanden seit uralten Zeiten, noch vor den hebräischen Erzvätern,zwei Reiche, welche berufen waren, in das Geschick von deren Nach-kommen tief einzugreifen. In der Tiefebene von Sinear (Schinearl,da wo die zwei aus dem armenischen Hochgebirge strömenden Zwillings-flüsse, Euphrat und Tigris, der eine ruhig und der andere stürmischund pfeilschnell, sich einander nähern, um in den persischen Meerbuseneinzulaufen, entstand nach der Sündfluth das altbabylonische Reich,das sich um die Stadt Babel gruppirte. Die regelmäßigen Ueber-schwemmungen des Euphrat, welche Schlammlagen zurückließen, machtendie Gegend fruchtbar und bewirkten, daß Getreide und Dattelpalmen ingroßer Menge wuchsen. Der Fluß beförderte auch die Schifffahrt inspersische Meer. In dieser Tiefebene Sinear wohnte in uralter Zeit einegemischte Bevölkerung semitischer, chamitischer und arischer Abkunftund gab Veranlassung zu der Vorstellung, daß hier einst nach derSündfluth der Sammelpunkt der geretteten Menschen gewesen seiund von hier aus die verschiedenen Völkerschaften sich zerstreut haben.