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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
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Geschichte der Juden.

Was darauf erfolgt ist, ist in Dunkel gehüllt. Da Usia in denletzten Jahren seiner Regierung mit einem unheilbaren Aussatz behaftetwar und in einem besonder» Hause bis an sein Lebensende unter-gebracht werden mußte *). so hat das Volk die häßliche Krankheit alsgöttliche Strafe für seine Sünde angesehen, weil er sich angemaßt hat,Priesterdienst zu verrichten. Der Hohepriester Asarja hat ohne Zweifeldie günstige Gelegenheit benutzt, um das Volk über die besondereHeiligkeit der Priesterschaft zu belehren und darauf hinznweisen, daßder Vorrang der Ahroniden und die Unterordnung der Leviten vonMose selbst als unverbrüchliches Gesetz eingeschärft worden sei. DieGeschichte von Korach und seiner Rotte ist Wohl damals öffentlichvorgelesen worden, welche eine entschiedene Aebnlichkeit mit dem Vor-gang unter Usia hat. Korach, aus der edelsten Levitenfamilie, undAbkömmlinge des ersten Stammes, die Rsubeniten, haben sich einst inder Wüste gegen Mose und Ahron aufgelehnt und Gelüste nach DerPriesterwürde getragen. Korach hatte die Aeußerung gethan:Dieganze Gemeinde ist heilig und Jhwh ist in ihrer Mitte, warum erhebtihr euch über das Volk Gottes?" Und das Ende war, daß die RotteKorach's, als sie Weihrauch darbringen wollte, von der Erde verschlungenwurde. Die Weihrauchschalen sind daher für den Altar verwendetworden, zum Andenken für die Israeliten, daß ein Laie, der nicht vonAhron's Nachkommen ist, sich nicht dem Heiligthum nähern dürfe, umWeihrauch darzubringen. Als das Volk über den Untergang Korach'sund seines Anhangs murrte, brach eine Pest aus, die Ahron alleinabzuwenden vermocht hat. Der Vorzug und die Wahl Ahron's hatsich dann auch durch das Blühen des Ahronstabes bewährt. DiesesAlles ist wohl damals dem Volk in Erinnerung gebracht worden undauch die Gesetze, die sich daran knüpften, und die sich in dem Punktezuspitzen, daß ein Laie, der sich dem Tempel zum Dienste nähern sollte,des Todes sei. Die Ahroniden sind dafür verantwortlich gemacht, daßNiemand diese Schranken übertrete. Die Leviten sollten lediglich denAhroniden beigegeben sein, ihnen beizustehen, Hilfe zu leisten und dasHeiligthum zu bewachen, aber dem Altäre sollten auch sie sich nichtnähern. Die Ahroniden sollten Theile von Opfern und Weihegeschenkeerhalten, Erstlinge von Oliven, Wein und Getreide, die Erstgeborenenvon Menschen und Thieren gehören ihnen, doch sollen die menschlichenErstgeborenen ausgelöst werden. Dagegen sollen die Ahroniden eben sowenig wie die Leviten Bodenbesitz haben. Die Leviten sollten für ihreDienstleistungen den Zehnten von Getreide und Wein erhalten, davon

9 Das. V. 19 fg; Könige II, 15, 5.