Usia's Kriegsthaten.
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keiten gegen die Judäer ausgeübt und die Flüchtlinge und Auswan-derer an die Jdumäer ausgeliefert hatten. Er eroberte die StädteGath, Asdod und Jabneh (Jammia), welche dem Lande Judanäher lagen, und ließ deren Mauern schleifen. Theile vom Philister-lande riß er los, vereinigte sie mit seinem Laude und ließ feste Städtedarin erbauen*).
Ganz besonders ließ er es sich angelegen sein, Jerusalem wiederzu befestigen. Die Nordmauer war in Folge des Krieges seines Vatersgegen Jehoasch von Israel vierhundert Ellen lang zertrümmert (obenS. 64). Dadurch konnte die Hauptstadt keinem Feinde Widerstandleisten. Diese Nordmauer ließ Usia wieder Herstellen, vielleicht nochwiderstandsfähiger machen. Wahrscheinlich stellte er sich in ein freund-liches Verhältniß zu Jerobeam II., sonst hätte er ohne Krieg die Be-festigung nicht durchführen können. An drei Stellen ließ Usia hoheThürme von hundert und fünfzig Ellen Höhe aufrichteu, im Nordenam Zinnenthor, im Süden am Thor, das zum Thal Hinnom führtund »och an einem dritten Orte, vielleicht im Nordostwinkel, den ThurmChananel?). Auf den Thürmen und Zinnen der Mauern wurdeeine Art Maschinen (Oknsodbonüt) angebracht, vermittelst welcher schwereSteine weit geschleudert werden konnten ^). Ueberhanpt hat Usiavielen Eifer für Kriegsrüstungen entwickelt; die Krieger wurden mitSchilden, Panzern und Sperren versehen*). Auch Reiterei undKriegswagen wurden wieder eingeführt und zwar wie zu Salomo'sZeit aus Aegypten^). Usia scheint sich überhaupt Salomo's Regierungzum Muster genommen zu haben; die Schifffahrt auf dem RothenMeere von dem Hafen Ailat, den er den Jdumäern entrissen hatte,wurde wieder ausgenommen und dazu wieder große Schiffe (Tarschisch-Schiffe) ausgerüstet 0). Dadurch kam wieder Reichthum nach Juda undJerusalem. „Das Land füllte sich mit Silber und Gold und keinEnde war seiner Schätze, und es füllte sich mit Rossen und kein Endewar seiner Kriegswagen"?). Usia hob so sehr das Land durch kriege-rische Rüstungen und Reichthum, daß es den Nachbarn wieder Schreckeneinflößte, selbst in Aegypten war Usia's Namen geachtet b).
') Chronik II, 26, 6—8.
2) Das. V. 9; vgl. Josephus, Alterth. IX, 10, 3.
°) Das. V. 15.
Z Das. N. II.
°) Folgt aus Jesaia 2, 7b und aus Micha 5, 9.
«) Folgt aus Jesaia 2, 16; s. Note 3.
') Jesaia 2, 7.
2 Chronik das. 26, 8.