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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
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Jerobeam's II. Eroberungen.

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wurde zum ersten Mal seit seinem Bestände von einem israelitischenKönige eingenommen und theilweise zerstört. Den gefangenen Königdagegen setzte Iehoasch großmüthig in Freiheit, ließ sich aber zurSicherheit Geißeln stellen ^). Die Milde, welche Iehoasch übte, istwohl dem Einfluß des Propheten Elisa oder seiner Jünger zuzu-schreiben ^). Nach Jehoasch's Tode (um 830) regierte Amazja zwarnoch etwa fünfzehn Jahre (830 816), war aber nicht glücklich.

Das ephraimitische Reich nahm dagegen unter Jehu's Urenkel eineMacht und Ausdehnung an, als sollte die davidische Zeit wiederkehren.Jerobeam II., der dritte Jehuide, besaß mehr Kriegstüchtigkeit alsseine sämmtlichen Vorgänger seit der Reichstheilung, und das Glückstand ihm bei. Es vergönnte ihm eine außerordentlich lange Lebens-dauer; er regierte mehr als sechs Jahrzehnte (um 830769), undin diesem ausgedehnten Zeitraum konnte er viele Kriege führen undSiege erringen. Zunächst scheint er seine Waffen gegen die Aramäergekehrt zu haben, die schlimmsten Feinde des Zehnstämmereiches, welchees seit Achab's Zeit beunruhigt, zerstückelt und gefährdet hatten. DieEinzelheiten der Waffenthaten Jerobeam's sind nicht bekannt geworden,nur der Erfolg läßt einen Rückschluß auf ihre Ausdehnung machen.Die Grenzen des Reiches Israel dehnten sich wieder von der Straße,die nach Hamath führt, bis zum Südostflusse, der sich in das todteMeer ergießt, aus^). Ein Prophet dieser Zeit, Jona, Sohn Ami-tai's, aus der sebnlonitischen Stadt Gath - Chepher, hatte Jerobeamzu diesem Kriege gegen die Aramäer ermuthigt ^). Auch die LandschaftMoab scheint er erobert und mit dem Zehnstämmereich wieder ver-einigt zu haben b).

Amazja dagegen war durch die Demüthigung, die er erlittenhatte, gelähmt. Da Jerusalem seiner Festungswerke beraubt war, sokonnte er keinen Krieg unternehmen und mußte froh sein, von Feindenverschont zu bleiben. Denn ausgebessert durfte die Mauer nichtwerden, dafür bürgten die Geiseln, welche in der israelitischen Haupt-stadt festgehalten wurden. Wie es scheint, war das Volk und noch

fl Könige das. 14, 814. V. 13 muß man lesen I.-M'd', (nämlich denAmazja) statt Die Geiseln werden in der Quelle das. V. 14 rna->x,i.i

genannt.

fl Vgl. Chronik II, 28, 9 fg. Der Kern der Erzählung ist wohl geschichtlich,fl S. B. I, S. 474, 478.fl Könige das. 14, 25.fl Das.

fl Folgt daraus, daß er die Südgrenze bis zum ausgedehnt hat,

dieser Strich gehörte zu Moab, Jesaia 15, 7. (Könige II, 14, 25 ist. vondie Rede!)

Graetz, Geschichte der Juden. II. i.