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Geschichte der Jude».
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seine Frömmigkeit und Freigebigkeit antriebeu, je nach seinen Ver-mögensverhältnissen, eine freiwillige Spende legen oder von einemPriester hineinlegen lassen sollte. Um das Volk zu reichen Spendenanfzufvrdern, wurde wahrscheinlich abermals aus einer Mose-Rolle aneinem Festtage ein Abschnitt ans der Geschichte der Wüstenwanderungenvorgelcsen, jener Geschichte vom Bau des Stiftszeltes, worin erzähltwird, wie die Vorfahren, Männer und Frauen, im Wetteifer Silberund Gold, Erz und Purpur spendeten, um das neue Heiligthumwürdig und prachtvoll auszustatten und wie der Spenden so vielewaren, daß Mose ausrufen lassen mußte, es sei überzählig und zuvielgespendet i). Wahrscheinlich trug die Anregung durch Vorlesung derdem Volke bis dahin unbekannten Einzelheiten von dem Bau desStiftzeltes aus dem Gesetzbuch?, das auf Mose zurückgeführt wurde,ihre Früchte. Die Spenden liefen reichlich ein und sie reichten aus,Holz und Quadern dafür anzuschaffen und Maurer und Zimmerleutedavon zu besolden Höchst wahrscheinlich hat der Hohepriester Jo-jada bei dieser Gelegenheit die Ordnung der Priester und Leviten, dieVorschrift für die Gewänder, die sie tragen sollten, für die Art derOpfer, welche dargebracht und für die Gebühren, die den Ahronidenvon den Opfern zukommen sollten, erneuert und eingeschärft. Auchdabei berief er sich wohl auf die in dem Gesetzbuch Mose's gegebenenVerordnungen und las die betreffenden Stücke aus demselben vor.Ueberhaupt erhob Jojada das Hohepriesterthum, welches bis dahin auchunter den besten Königen nur eine untergeordnete Stellung eingenommenhatte, zur Ebenbürtigkeit mit dem Königthum. Hatte nicht der Hohe-priester durch Eifer und Klugheit das Königthum gerettet? Wärenicht der letzte Sproß des Hauses David untergegaugen, wenn nichtJojada die blutdürstige Athalia gestürzt hätte? Er konnte daher mitRecht beanspruchen, daß dem Hohenpriester in den Staatsangelegen-heiten eine gewichtige Stimme eingeräumt werde ^). Jojada mochte
-) Exodus 25, I fg., 35, 4 fg., 36, 4—7.
2) Könige das. 12, 1l fg. Statt das. muß man nach Chronik II, 24, 11lesen (—„sie haben ausgeleert" nämlich die Lade. Diese L.-A. ist bereitsvon Anderen vorgeschlagen.
°) Sehr richtig hat Racine durch poetische Intuition dieses Verhältniß desHohenpriesters zum Könige in Juda geahnt und Joad die Worte in den Mundgelegt (^tbalis, ^st.s I. 8s. 2):
„li kaut, gns sur Is drüus nu roi soit sisvs,
„(jni se sonvisnns nu,sonr gn'an rau§ äs ses auoetres,
„Dien Pa. inid rsmout.sr par Io. main äs sss pretres,
„läa tirs par lenrs Mains äs i'oubii än tombsan,
„b!d äs va,viä stsiut ralinms Is tirrmbsan."