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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
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Geschichte der Juden.

Schulden gerathen und der Gläubiger drohte, für die Schuld dessenKinder zu Pfänden, so verschaffte er ihm die Zahlung Z. Elisa warauch darin seinem Meister nicht ähnlich, daß er nicht wie dieser seinLeben in der Einsamkeit zubrachte, sondern mit den Menschen inVerkehr trat. In der ersten Zeit, unter den Omriden, hielt er sichallerdings ebenfalls auf dem Berge Karmel auf und pflegte von hierzu den Propheteujüngern i» der Jordangegend hin und her zu reisen,stets von seinem Jünger Gechasi begleitet. In Suuem, wo er ineinem gottesfürchtigen Hanse Nahrung zu sich zu nehmen Pflegte, botihm die Frau des Hauses eine kleine Söllerwohnung mit Bett, Tisch,Stuhl und Lampe an, um sich zeitweilig häuslich einrichten und er-holen zu können, und er nahm es an 2). Später, unter den jehuidischenKönigen ließ er sich dauernd in Samaria nieder und war unter demNamender Prophet von Samaria" bekanntb). Durch seinenfreundlichen Verkehr mit den Menschen gewann er Einfluß auf sie undbrachte ihnen seine Ueberzeugung bei. Angesehene Männer suchtenihn auf, um sich Belehrung bei ihm zu holen ^). In der Regel wurdeer an den Sabbaten und Neumondstagen vom Volke ausgesucht^).Nur im Reiche Juda und in Jerusalem ließ sich Elisa nicht blicken.Warum hat er dieses Land gemieden? Oder warum haben sich keineErinnerungen von seinem Verkehr in demselben erhalten? War erdoch dem Hohenpriester Jojada sinnverwandt, und hatten doch beidedasselbe Ziel im Auge. Es scheint, daß das stürmische ProphetenthumEliahu's und Elisa's in Jerusalem nicht besonders beliebt war. Hierherrschte das feste religiöse und sittliche Gesetz, von den Ahronidenund Leviten gehegt, ausgelegt und gelehrt, und dieses war ein Feindder prophetischen Schwärmerei, die sich um Gesetz und Herkommenwenig kümmerte. Daß Eliahu auf dem Karmel einen Altar erbautund dort Opfer dargebracht, wenn auch im Namen desselben Gottes,der in Jerusalem seinen Tempel hatte, wurde ohne Zweifel von derjerusalemischen Priesterschaft nicht gebilligt; es verstieß gegen das Gesetz.Elisa wäre in Jerusalem kein willkommener Gast gewesen. Das freieProphetenthum, das seine Ueberzeugung und seine Regel aus den Ein-gebungen des Augenblickes schöpfte und das an Gesetz und Normgebundene Priesterthum waren unverträglich mit einander, konnten nichteinen gemeinsamen Weg gehen.

ft Das. 4, I fg.

2 ) Das. 4, 8 sg.

ft Das. 5, 3.

ft Das. 6, 32.

' Das. 4, 23.