Friedensschluß mit Ben-Hadad.
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nicht eingedenk sein werde, da die Könige von Israel milde und ver-söhnlich seien i). Im Traueraufzug, grobes Zeug um die Lenden
und Stricke um den Hals, begaben sich Ben-Hadad's Getreue zuAchab, stellten sich als Gefangene und baten um das Leben ihresKönigs. Achab fühlte sich geschmeichelt, seinen mächtigen Feindgedemüthigt um Schonung seines Lebens bittend zu sehen und ver-sprach ihnen, Ben-Hadad am Leben zu lassen^). Ohne zu zögern,zogen sie Ben-Hadad aus dem Versteck, und Achab ließ ihn neben sichauf den Wagen setzen. So unerwartet begnadigt, war der aramäischeKönig freigebig mit Versprechungen. Er wollte Achab sämmtlicheStädte wieder herausgeben, welche sein Vater Ben-Hadad I. demisraelitischen Reiche entzogen und seinem Lande einverleibt hatte, undihm noch dazu gestatten, Handelswege im Gebiet von Damaskus zuunterhalten und zu beschützen, wie sie Omri im Reiche Israel hattebewilligen müssen. Die Feinde von gestern wurden gute Freunde,schlossen ein Bündniß, beschworen es Wohl auch hoch und theuer, umes morgen gelegentlich zu brechen Diesen ziemlich leichtsinnigenFriedcnsschluß hat ein Prophet mit Recht getadelt und Achab prophe-zeit, daß er dadurch Gefahren ans sich herabziehen werde
Ben-Hadad, glücklich entkommen, war in der That nicht gewillt,die Friedensbedingungen und Versprechungen voll zu erfüllen. Ergab zwar die eroberten Städte des Gebirges Naphtali heraus, aberdie jenseitigen Städte, namentlich das wichtige Ramot-Gilead, denStützpunkt für das Gebiet, mochte er nicht herausgeben, und Achabwar träge genug, ihre Herausgabe nicht nachdrücklich zu fordern^).Je länger er damit zögerte, desto schwerer wurde es ihm, darauf zubestehen, weil sich Ben-Hadad inzwischen verstärkt hatte. Auf sich allein
Z Das. I, 20. 31.
2) Das. V. 33 ist sehr dunkel: das Verbum udn ist ein Die
syrische Version giebt wohl das rechte Wort dafür: E '.-nobs, d. h. „sie
befreiten ihn" oder cts aonatu „suchten ihn rasch zu befreien". Das r,von usv.n muß nach den Versionen nicht bloß zum Verbum gezogen werden,sondern es muß in ein 8ulüx. verbals nnt8vnl. verwandelt werden. i.-nsbr-,Aber auch ivnri ist nicht verständlich. Während der Unterredung mit Achabkonnten die Diener unmöglich ein Orakel befragen, ob dieser es ehrlich meinte.Man muß wohl dafür setzen es soll mit das Schnelle der Handlung
bezeichnen, wie Jesaia 5, 19. sGanz anders Klostermann zur Stelle; vgl. gegenihn Benzinger zur Stelle.s
Könige das. V. 34. Vor o'vvv muß ergänzt werden vrm vnnm.sBgl. auch Benzinger zur Stelle.j
^ Das. 35 sg. Josephus nennt diesen Propheten oder vm'vm urv Micha.Alterth. VIII. 14, 5.
b) Könige das. 22, 3.
Gractz. Geschichte der Inden. II. i.
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