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Geschichte der Juden.
tragischer Auftritte werden sollte, wurde mit vieler Pracht erbaut.Das Königspaar ließ sich einen Palast aus Elfenbein darin errichten ^).Achab brauchte aber in Jesreel viel Raum für Gartenanlagen undhatte ein Gelüste nach einem schönen Weinberge nahe bei seinem Palast,welcher Naboth, einem der angesehensten Bürger von Jesreel, gehörte.Dem Besitzer bot Achab Ersatz dafür in Tausch oder Geld an, aberjener mochte das Erbe seiner Väter nicht veräußern. Mißmuthigdarüber, daß er seinen Palast nicht mit großen Gartenanlagen um-geben konnte, mochte Achab nicht einmal Speise zu sich nehmen. Indieser Verstimmung fand ihn Jsebeh spottete über seinen kindischenMißmuth und seine feige Rathlosigkeit: „Du wirst so jetzt die Herrschaftüber Israel behaupten!"^ Sie versprach ihm indeß, ihn bald inden Besitz des gewünschten Weinbergs zu setzen. Im Namen desKönigs richtete sie Briefe an diejenigen Weitesten von Jesreel, derensklavischer Ergebenheit sie sicher war, eine Gerichtsversammlung zu-sammen zu berufen und zwei Zeugen anfzustellen, welche Nabothbeschuldigen sollten, er habe die Götter und den König geschmäht.Die feigen oder feilen Aeltesten überwanden das Bedenken, einen Un-schuldigen auf den Tod anklagen zu lassen. Als nun die Gerichts-versammlung an einem der Thore Jesreel's zusammen gekommen war,und Naboth als der Aelteste an der Spitze derselben saß, traten zweiverworfene Menschen auf und sagten als Zeugen aus, sie hätten ver-nommen, wie Naboth die Götter und den König gelästert habe. Gegendie Zeugenaussagen verschlug die Unschuldsbetheuerung des Angeklagtennichts. Er wurde von den Aeltesten zum Tode verurtheilt, und das
Das. und Könige I, 22, 39.
2) Das. 21, 1 fg. V. 7 ist dunkel .1218» kommt sonst nicht vor. I-XX fügenhinzu aö vöv liörw? sVgl. a. Klostermann z. St.s Uebrigens sind die Relationenvon Eliahu und Achab nicht in chronologischer Reihenfolge geordnet. Schon diegriechische Version verbindet Kap. 19 mit 21 und 2» mit 22. Die letzten zwei Kapitel,welche die Kriegsgeschichte Achab's und Ben-Hadad's mittheilen, referiren die Vor-gänge in den letzten vier Regierungsjahren Achab's. Kap. 22 vom letzten Krieg undTod Achab's sagt im Anfang, daß drei Jahre Ruhe war; folglich spielt der Krieg,welcher 20, 20 sg. erzählt wird, 3 Jahre vor Achab's Tod und der ihm vor-angegangene nach 20, 22 fg. ein Jahr vorher. Kap. 18 und l9, welche Eliahu'sStrafgericht an den Baalpropheten, seine Flucht, seinen Aufenthalt am Sinaiund den Auftrag, den er da erhalten hat, Jehu zu satben, erzählen, können auchnur von den letzten Jahren Achab's handeln. Da nach dieser Relation Elia wegendes Strafgerichtes von Jsebel für vogelsrei erklärt wurde, so kann er sich nichtin Jesreel haben blicken lassen, um Achab wegen des Justizmordes an NabothVorwürfe zu machen. Chronologisch zu ordnen ist demnach zuerst Kap. 21, dann18—19, dann 20 und 22. Die Ueberschrift in Cap. 21, nbu?, inu '.mi,
welche in I-XX fehlt, muß sich auf eine andere Relation beziehen.