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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
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Geschichte der Juden.

als Gott Jsrael's aus; Omri dagegen wollte dem Volke seinen Gottund seinen Ursprung rauben oder es vergessen machen, daß es einbesonderes, den Götzendienern entgegengesetztes Volksthum bilden sollte.Wie diese Neuerung ausgenommen wurde, haben die Geschichtsquellennicht angedeutet. Da Omri sechs Jahre nach der Erbauung Samaria'sstarb (um 922), so konnte seine Umkehrung aller bisherigen Gewohn-heiten und Anschauungen nicht tief eingreifen. Erst sein Sohn Achab(922901) sollte sein Werk fortsetzen, als hätte es ihm sein Vaterals Bermächtniß eingeschärft. Selbstverständlich unterhielt auch er dieinnige Verbindung mit Tyrus und mit dem Könige von Juda.

Aber die Vollstreckung eines solchen Vermächtnisses gewaltsamerEingriffe in das Innerste der Menschen hängt auch beim besten Willendes Nachfolgers von den Umständen oder von einer Fügung, welcheder klügste Kopf nicht berechnen kann, ab. Zweierlei Hindernisse tratender Kanaanisirung des Zehnstämmereiches entgegen; das eine lag inAchab's Temperament, und das andere trat aus einem unerwartetenGegenstoß auf, welcher den gewaltsamen Stoß geschwächt, wenn nichtganz gelähmt hat. Um die Umwandlung des Volkes in ein An-hängsel von Phönicien und dessen Entfremdung von sich selbst, vonseiner Vergangenheit und von seinen Erinnerungen durchzuführen, hätteOmri's Nachfolger starken Geistes, unbeugsamen Willens und rücksichts-loser Härte sein müssen, um jeden Widerstand mit starker Hand zubrechen. Achab war aber fast das Entgegengesetzte, schwach, milde,Ruhe und Gemächlichkeit liebend, eher geneigt, Störungen und Hinder-nissen ans dem Wege zu gehen, als sie aufzusuchen und zu beseitigen.Wäre es auf ihn allein angekommen, so hätte er das System seinesVaters fallen lassen und sich begnügt, unbekümmert um die Zukunft,die Genüsse, welche die Königsmacht ihm darbot, auszukosten. Achabwar nicht einmal kriegerisch; von Seiten benachbarter Könige ließ ersich Zumuthungen gefallen, die einen auch nur halbwegs ehrenfestenKönig in Aufwallung gebracht und zu verzweifeltem Widerstandegereizt hätten. Allein wie er den Krieg gegen einen übermüthigenNachbar gegen seinen Willen und seine Neigung unternehmen mußte,so war er auch gezwungen, den Kampf gegen das israelitische Volksthumaufzunehmen. Sein Vater hatte ihm eine Gemahlin zugeführt, dieim Gegensätze zu ihm einen starken, männlichen Willen hatte und mitaller Strenge und Grausamkeit ihn durchzusetzen suchte. Jsebel(Jzebel), die phönicische Königstochter, deren Vater, ehe er König war,bei dem Astartenkultus das Priesteramt verrichtete, war von Eifererfüllt, die Kanaanisirung des Volkes Israel durchzuführen, sei esaus verkehrter Vorstellung und Anhänglichkeit an die Religionsform