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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabi's bis zum Untergange des judäischen Staates 2 (1906)
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643
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Note 30. Die judäischen Münzen in der nachexilischen Zeit. 843

Untergang, das ganze übrige Volk zur Plünderung, und großeDrangsale werden kommen*)." Warum haben die Zeitgenossen nicht ver-standen, was uns doch so leicht verständlich ist? Weil wir die Ereignissekennen: die Trübsale in dem Polemos des Quietus, das Elend des hadria-nischen Krieges, den Märtyrertod mehrerer Gesetzeslehrer und auch den Todeines Simon und Jsmael, welche als die ersten unter den zehn Märtyrerngezählt werden. Uns erscheint diese Sentenz des sterbenden Samuel desJüngeren als eine Warnung, den Zeitgenossen dagegen erschien sie als düstereProphezeiung, weil sie in einer ruhigen Zeit ausgesprochen worden war,als die Gemüter noch keine Ahnung von der fürchterlichen Katastrophe gehabthaben. Als Urheber des grausigen Elends, das Hereinbrechen würde, nannteSamuel zwei Männer: Simon und Jsmael. Zwei Männer diesesNamens sind allerdings, wie gesagt, als Märtyrer gefallen; aber die Späterenwußten nicht recht, wer diese waren. Sie identifizierten sie mit Simon benGamaliel und Jsmael ben Elisa, dem Hohenpriestersohne. Diese Identifizierungist aber schon von älteren Chronologen bezweifelt worden. Ein Simon benGamaliel gehört entschieden nicht zu den zehn Märtyrern, der erste nicht, weildie Märtyrer nur in der Hadrianischen Zeit umgekommen sind, und dieserwährend des ersten Aufstandes gewirkt hat (o. S. 833. 838), und der zweitenicht, weil er in der nach-hadrianischen Zeit Patriarch war. Die MärtyrerSimon und Jsmael, welche die Reihe der Märtyrer eröffnen, sind gewißs?s dieselben, vor deren Agitation Samuel der Jüngers, der friedlich ge-sinnte, gewarnt hat. Seine Sentenz will offenbar sagen: die zwei Männeran der Spitze werden selbst untcrgehen und Unglück über das Volk bringen.Agitatoren waren entschieden Julianus und Pappos, und es ist wahr-scheinlich, daß er vor ihren Bestrebungen gewarnt hat, da sie im Beginn der Re-gierung Hadrians eine Führerrolle gespielt haben, n-psv und °mpsv'decken sich so ziemlich n'-xse> und bn-psen. Hin und wieder werden diesebeiden Namen mit einander verwechselt. Führte einer von ihnen, Julianusoder Pappos, den hebräischen Namen n'pss', so hieß wohl der andere zipsv.

Doch lassen wir diese Kombination auf sich beruhen. Das eine ist dochsicher: einer der beiden Führer hat neben dem griechischen Namen den hebrä-ischen .n-psv geführt. Es ist gar nicht gewagt, anzunehmen, daß dieser Nameauf einigen Exemplaren der sg. Simon münzen geprägt ist, nämlich ab-gekürzt xsv (o. S. 84ü). Abgekürzt wurde er, weil es damals als einFrevel galt, den Gottesnamen ,n>, außer in der heiligen Schrift zuschreiben und noch mehr zu gravieren. Der volle Name n'pso durfte s?s nichtgeprägt werden. psv ist durchaus als ein Eigenname anzusehen, was doch aufMünzen erforderlich ist. Schemaja-Julianus (oder Pappos) könnte alsoder Präghcrr dieser Münzen gewesen sein. Er könnte es um so gewisser sein,als er mit seinem Bruder beim Volke in hohem Ansehen stand, Reich-tum besaß und die Spenden für den Tempelbau sammelte. AlsHadrian die Konzession zur Restauration gemacht und der Wiederbau begonnenhatte zuerst mußten allerdings die Trümmer beseitigt werden prägtenwohl die Männer, die an der Spitze standen, Münzen mit ihrem Nameneiner der Prägherren psv auf der einen Seite der Name und auf der

*) üernsell. 8ota 24 d: nnnnn ^npsv'i ppsv (;spn bnise') nsn i.nn's npwniisn ns ni>, ;nsn n'snn (p.nn') Pin' pnss i'ppl nsp ^ nnen. AuchLsmaedot VIII. ohne den Schluß und Babli Synhedr. I I a mit dem Ein-schiebsel rchspb '.ninnm.