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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabi's bis zum Untergange des judäischen Staates 2 (1906)
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635
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Note 30. Die juüäischeii Münzen in der nachexilischen Zeit. 835

hnvv' n'vr zipLe- ebenso echt und gehört derselben Zeit an^). Soist daraus bewiesen, daß mindestens einige Münzen, welche den NamenSimon" auch ohne Epitheton me-i haben, ebenfallsSimon ben Gamaliel"angehören können. Folglich können die Spezies, welche die Embleme Fest-strauß und Festhütte und statt den Namen Simon haben (Fig. IIIV),

da sie vor Jerusalems Untergang geprägt sein müssen sdas eben istja noch nicht bewiesen), demselben Simon angehören. Nur ist der Titel n'imbei diesen wie bei anderen weggelassen worden.

Das Resultat der bisherigen Untersuchung kann nunmehr abgeschlossenwerden. Es stellt sich heraus, daß Lulabmünzen, d. h. solche, welche alsTypen Feststrauß und Fassade einer Festhütte nebst gewissen Ver-zierungen haben, echt sein müssen. Denn welcher Falschmünzer aus der Zeit,in der Antiquitäten und alte Münzen Wert erlangt hatten, hätte daraufkommen können, den Fuß des Lulab mit einem korbartigen Behältnis zu ver-sehen? Sie müssen ferner noch vor der Zeit der Zerstörung Jerusa-lems, in welcher eine solche Verzierung an dem Strauß der VornehmenJerusalems im Gebrauche war, und die zum Muster für die Prägung gedienthaben kann, geprägt worden sein. Ich wiederhole: aus der Zeit nach der Zer-störung können sie nicht stammen, weil die Anwendung eines solchen Zierratsim Leben nicht mehr vorgekommen ist und lediglich durch Tradition in Er-innerung war sDiese Tatsache eben bedarf des Beweisess.

Die Legenden auf den Lulabmünzen, welche ein Datum haben, führenauf historische Vorgänge zur Zeit des Abfalls von Rom unter Nero, so wiedie TypenFeststrauß" undFassade der Festhütte" die Stimmungdieser Zeit vergegenwärtigen. Vor allem ist der Unterschied von undmnn7 zu beachten. Das Erste bedeutetErlösung", d. h. Beginn derBefreiung von der Fremdherrschaft, min dagegen bedeutetFreiheit",

*) De Vogue, der von Vieser Münze nur einen Abguß gesehen, hat ihreEchtheit verdächtigt. Aber die Direktoren des Berliner Münzkabinets Fried-länder und v. Sollet, erklären das in diesem Kabinet befindliche Exemplarfür echt und für das Original, nach welchem der Abguß angefertigt wurde(a. a. O. V, 113, Note). Das Vorkommen der Namen Eleasar und Simonauf einer und derselben Münze, ist auf ein Versehen und Vergreifen desPrägers zurückzuführen. Dergleichen hybride Münzen kommen auch sonstvor. Herr Theodor Reinach hat dadurch glücklich einige Exemplare mit be-fremdlicher Inschrift erklärt. Sie haben nämlich auf der einen Seite nnn ruvund auf der andern bxven nnn? wv. Mehrere Numismatiker

haben sie infolge dieses Widerspruches im Datum für unecht erklärt (Madden,x. 230). Reinach nimmt aber mit Recht an, daß die Zusammenkoppelungzweier verschiedener Daten von zwei nicht znsammengehörenden Prägstöckenherrühre (lisvns üss stncks8 ,jnivs8 1887, p. 36 k.). Solche hybride Münzenbeweisen die Gleichzeitigkeit beider. Folglich müssen in derselben Zeit,in welcher Eleasarmünzen geprägt wurden, auch Simonmünzen geprägtworden sein. Nebenher sei bemerkt, daß einige Eleasarmünzen als Typusein Krügchcn zeigen, nicht eine Vase. Was mag dieses bedeuten? Gewißsoll es ein Ölkrügchen versinnbildlichen und dadurch andeutsn, daß derPrägherr ein Priester oder ein für den Krieg gesalbter Priesternwll zno) war. Eleasar war Priester. Wenn wir auf Münzen mit einemKrügchen als Emblem stoßen werden, so werden wir zur Annahme berechtigtsein, daß der Prägherr, welcher auf den Münzen genannt ist, ein p- gewesensein muß.

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