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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabi's bis zum Untergange des judäischen Staates 2 (1906)
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Note 22. Die Vorstadt Bezetha.

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Neustadt (das. 19, 4). Andere Stadtteile haben nicht durch ihn gelitten: denner gab die Belagerung Jerusalems auf und trat einen fluchtähnlichen Rückzugan (das. 19, 7ff.). Also nur die nördlichen Teile Jerusalems, die neuen Stadt-teile Bezetha und Neustadt sind von Cestius' Legionen zerstört worden. Es istnicht daran zu zweifeln, daß die römische Soldateska damals auch die nördlicheUmgegend von Jerusalem verwüstet hat, wie später unter Titus. DieKauf-hallen von Bethanien" sind gewiß damals zerstört worden drei Jahre vorJerusalem, genau genommen allerdings 3 Jahre und 9 Monate und 10 Tagevor der Zerstörung des Tempels von Marcheschwan 66 bis 10t. Ab 70. DieTradition von der Zerstörung der Kaufhallen von Bet-Hine oder Bethanien istalso historisch, sie bezieht sich auf die Verheerung zur Zeit der Expedition desCestius Gallus. Da dieser aber nur im Norden Jerusalems barbarisch ge-haust hat, so müssen notwendigerweise die Kaufhallen von Bet-Hine im Nordender Hauptstadt gelegen haben. Kurz, das Dorf Bethanien und das darangrenzende Beth-Phage an dem die dritte Mauer dicht vorbciging (o. S. 781) lagen im Norden Jerusalems.

Die Evangelien geben auch ganz richtig die Lage der beiden LokalitätenBeth-Phage und Bethanien an: nämlich am Ölberge (?rgo? r» rmv --.arcH).Freilich solange man unter dem Ölberg nur den gestreckten Rücken im OstenJerusalems jenseits des Kidrontales versteht, muß man irgend einen Punktfür diese Dörfer in dieser Richtung suchen und das Unglaubliche annehmen,dah Jesus und andere Festwaller täglich denselben beschwerlichen Weg vonBethanien und Beth-Phage auf der Höhe des Ölberges oder von noch weiteröstlich her gemacht Hütten und zuerst talabwärts, dann zur Stadt, und dannwieder zur Nachtzeit den beschwerlichen Gang zurückgewandect wären. Wer dieGegend einmal besucht hat, wird sofort überzeugt sein, daß das Hinansteigenauf den Ölberg in täglicher Wiederholung kein angenehmer Spaziergang ist.Wir haben aber gefunden, daß die Abdachung im Nordwesten Jerusalems, ausder der Hügel Bezetha lag, ebenfallsÖlberg" genannt wurde (o. S. 779).Wenn die beiden Dörfer in dieser Richtung gelegen haben, so war der Wegvon da zu den nördlichen Vorstädten und umgekehrt nicht gar so weit und nichtgar so beschwerlich. Man muß also die Konjektur aufgeben, Bethanien und Beth-Phage im Osten von Jerusalem und zwar sehr weit ab davon suchen.

Noch ein anderes Zeugnis führt zu demselben Resultate. Wir haben ge-funden, daß in BethanienKaufhallen" waren. Kaufhallen dienen dochwohl dazu, damit sich Käufer daselbst einfinden und es nicht allzu unbequemhaben, sie nufzusuchen. Nun gibt eine talmudische Notiz an, daß auf dem Öl-berge sich zwei Zedern befanden, unter welchen Kaufhallen standen. Untereiner dieser Zedern waren vier Hallen für Opferticre, und eine der Hallenlieferte Tauben für alle Bedürfnisse an Taubenopfern für den Tempels. AlsoKaufhallen oder Verkaufsstellen auf dem Ölberge! Konnte man wirklich den

*) Midrasch zu Threni II, 2: vn )nv nnn nnn: nnv'vn nno vn 2 ',-m 22 -

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22 ,ob pp' 222 . Versetzt lautet der Passus lernseli. Daanit IV, p. 69 a.: 2 N-M 22

'2 22V PMM2 VN NNNN1 NMIN2 NV2N P2NN PN212 VN PN2 nnn nnn NN22N NN2 VN

hnnv' brb 22', 2 P,2'S22 VN )N21 2NM1 2N1N 222 M7I2 NN2. Ich weiß nicht, welcherTirone Herrn Renan bei der Übersetzung dieser Stelle behilflich war. Erkannte sie nämlich, faßte sie aber so verkehrt wie möglich auf.Auf demÖlberge standen zwei große Zedern . . . ihre Zweige dienten Scharen vonTauben zur Wohnung" (a. a. O.).