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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabi's bis zum Untergange des judäischen Staates 2 (1906)
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Note 22. Die Vorstadt Bezetha.

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Fergusson,Thrupp (der aber anderweitige topographische Punkte Jerusalemsganz verkehrt enthält) und endlich der von Tobler.

Mit Bezetha stehen noch andere topographische Punkte Jerusalems in Ver-bindung, zunächst dis Lage von Beth-Phage. Aus mehreren talmndischenNotizen darüber geht hervor, daß diese Lokalität zwar sehr nahe bei Jeru-salem, aber doch außerhalb desselben gelegen hat. Auswärtige Festgäste, welchein Jerusalem keinen Platz fanden, pflegten in Beth-Phage Quartier zu nehmen,begaben sich zum Kultus in den Tempel oder ins Innere der Stadt undkehrten abends wieder nach Beth-Phage zurück, wie aus der sofort zu be-sprechenden neutestamentlichen Stelle und auch aus talmudischen Angaben ^)hervorgeht. Eine der Mauern Jerusalems lief dicht an Beth-Phage vor-über: daher wird in der talmudischen Literatur, wenn ausgedrückt werdensoll: an der Grenze Jerusalems, von wo aus der Übergang vom Innern derStadt nach außen nur ein Schritt ist, Beth-Phage als Beispiel angeführt,-ms n'2 nmnb pm oder '-ue n'2 2>wb. Der Mauerteil, welcher an

Beth-Phage vorüberging, hatte also die Benennung:Mauer von Beth-Phage". Die Etymologie des Wortes ist zweifelhaft. Von m-°>,unreifeTrauben" kann es nicht abstammen, da es eben so oft wie 'ts geschrieben

wird").

Gestützt wird diese Vermutung durch folgende Betrachtung. Von Jesuserzählen dis synoptischen Evangelien, er sei, von Jericho ziehend und sichJerusalem nähernd, nach Beth-Phage und Bethanien an dem Ol-li er ge eingetroffenO). In dem Dorfe Bethanien lassen sie ihn im Hause einesLeprosen Quartier nehmen, sich von da am Tage nach Jerusalem begeben undabends wieder dahinaußer der Stadt" zurückkehren (Markus 11, 11. 12. 19.14, 3). Auch der Verfasser des Johanuesevangeliums hatte noch eine Er-innerung von Jesu Aufenthalt in Bethanien, und er bestimmte die Ent-fernung von diesem Dorfe bis zur Stadt ans ungefähr 15 Stadien^). Jesushat wohl hier Quartier genommen, weil die Stadt zur Passahzeit voll vonFestwalleru zu sein pflegte, und er hier keinen Gastfreund hatte, der ihn hätteaufnehmen sollen. Man sieht eigentlich nicht recht ein, wozu auch Beth-Phagegenannt wird, da es weiter nicht erwähnt wird. Schließen darf man jeden-falls daraus, daß es nahe bei Bethanien gelegen haben muß. Nun istBethanien aus der talmudischen Literatur bekannt; es wird darin 'vn-.i'v oder

*) Die Hauptstellen dafür sind: 8ipdrs Linsdas Nr. 191: nu n'2ne> >2>n

.->'2: stn oiärnw obrm >m oi-e'N'b ri-:« ve-ip: Dosoelta Lessaodim VIII,8: mos nn rw: n,n imo n^n ppu> >:e>n srwrs pn -min nun- 'i

-w .->'22 1>2N NN N'L22, NM' ; V. ZIenaodob XI, 2 : 'Nv b'rn NN N21N PPLS' 'n'ML N'22 NH21 NNIP2 N1N2>2 2'wn llnia cnbn. Die von Amoras angeführtenBeispiele sind nicht aus dem Leben gegriffen.

2) Vgl. Nascht zu Lada Lerna lol. 99 a, der eine eigene Erklärung desWortes gibt.

b) Markus 11, 1, vgl. Lukas, 19, 29: xai ork kl? 'Ikgova»).^

ei? L 17 4t (/, N / 7/ xal Ly4tttv/«x Trpo? r ö ayor rvtx elttLmv. Matthäus 2t, 1.steht zwar nur Beth-Phage, aber Bethanien ist sicherlich ausgefallen; dennauch dieses Evangelium läßt Jesus in Bethanien und nicht in Beth-PhageWohnung nehmen (26, 6). ^ ,

-st Joh. 11, 1. 18: klk H Li/4taxi« k^i>e rmx '/kjwav/.iQwx w? «/rü

arcrül-ox ükx«7rt>r-. Zu Renans Jrrtümern gehört auch der, daß er BethanienQ/2 St. von Jerusalem ansetzt (Leben Jesu, 0. 21), 15 Stadien sind kaumr/^Meile, also kaum eine Stunde.