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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabi's bis zum Untergange des judäischen Staates 2 (1906)
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767
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Note 21. Präzisier, d. Zeit f. d. d Jud. betr. Borg, unter Caligulo. 767

rhetorischen Ausschmückung gefehlt, daß Petronius durch die zaudernde Anfertigungder Bildsäule Zeit habe gewinnen wollen. Dieses Moment betont Philo daherwiederholentlich und fügt zuletzt noch ein Faktum hinzu, welches durchaus ge-fchichtswldrig erscheint: Calignla habe in Nom eine Koloßbildsäule anfertigentaffen, »m sie auf einem Schiffe nach Jerusalem zum Aufstelleu transportierenzu lassen (H 42, öl. 595, Z. 14 fg.). Es widerspricht durchaus Caligulas Charakter,was Philo von dessen Antwortschreiben an Petronius berichtet, cs fei scheinbarmilde gehalten gewesen. Plausibler ist Josephus' Bericht, daß es maßerordentlichstreng und gereizt gehalten gewesen sei und den Befehl enthalten habe, Petroniusmöge sich das Leben nehmen.

Die Zeitangabe bei Philozur Zeit der Ernte", hält demnach die Kritiknicht aus. Sie kann nicht richtig sein, weil da doch darunter nur die desJahres 40 verstanden sein kann Caligula in dieser Zeit von Rom abwesendwar. Dieses chronologische Moment hat Philo ebensowenig, wie die modernenForscher beachtet. Philo läßt während dieser Zeit Agrippa in Rom weilen undsich täglich zu Caligula zur Begrüßung begeben, ohne Kunde davon zu haben,daß Petronius geschrieben hat, daß die Ausführung des Befehles wegen derbevorstehenden Ernte bedenklich seU). Philo will damit sage», daß Agrippavorher im Sommer in Rom im Verkehr mit dem Kaiser gewesen sei. Alleindas ist ja ganz unmöglich, da Caligula zur Zeit, als Petronius von der be^vorstehenden Ernte geschrieben haben soll, also Mai-Juni 40, von Nom ab-wesend war und erst 31. August dahin zurückkehrte, also vom Einsammeln derErnte nicht mehr die Rede sein konnte sDa Petronius nicht wissen konnte, obund wl?"ü staiser daheim war, so ist dieses Argument nicht durchschlagend^.Die gan;e DürMülltz bei Philo erweist sich demnach durchaus als unhistorisch.

Josephus'Zeitbestimmung, daß der Vorgang zur Zeit der Aussaat begonnenhabe, hat also die chroMogische Nichtigkeit für sich und wird vom Scholion zuMegillat Ta-mit, wie schon »«gegeben, unterstützt. Diese Zeit koinzidiert so ziem-lich mit der Zeit der Anwesenheit der GesältStei, an Caligulas Hofe, wie dennbeide Begebenheiten nicht ohne eistest'gewissen Kausalnexus zueinander stehen. Es! ist aber schwer, die Zeit der verschiedesten Peripetien derselben genau zu fixieren, weilnur der Anfangs- und Endpunkt präzisiert sind, Caligulas Rückkehr nach Rom-31. Aug. und sein Tod 24. Jan. 4'h. Alles übrige dagegStt bewegt sich inUnbestimmtheiten. Die Gesandten reisen nach Italien mitten im iÄistier. Pe-tronius erhielt den Befehl gegen Beginn der" Saatzeit. Selbst die bestimmterLZeitangabe bei Josephus, daßfünfzig Tage" nach dem gewöhnlichen Beginneder Aussaat verstrichen waren, als Petronius in einem Schreiben Caligula Vob--stellungen machte, gibt keinen rechten Anhaltspunkt, weil der l'eiininnki a gnonur unsicher bestimmbar ist. Bestimmte Data geben lediglich Megillat Ta anitund das Scholion. Die Nachricht von Caligulas Befehl sei am 14. Tischri ein-getrosfen und Caligulas Tod in Jerusalem am 22. Schebat bekannt geworden.Indessen bleibt die Frage zu erörtern, ob diese Data zuverlässig sind, und,

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iircarnlxk« v Agrippa kann recht gut Caligula während der

germanisch-gallischen Expedition ausgesucht und ihn nach Rom begleitet haben,wie Dio Cassius anglbt (59, 24) rov -rk aör-n

l/atw) . . . avi.kiv«-. In Rom war man besorgt darüber, daß Agrippa undAntiochos von Comniagene, die als Lehrer der Tyrannei Caligulas'galten, inseiner Nähe in Gallien weilte».