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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabi's bis zum Untergange des judäischen Staates 2 (1906)
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Simon Bar-Giora.

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Hebron, eine Festung an. Da seine Leute in dieser Festung nichtPlatz hatten, so brachte er sie in Höhlen nicht weit entfernt davonbei einer Schlucht Pharan unter, wo er auch seine erbeutetenSchätze verbarg.

Bar Gioras Sinnen und Trachten war indes darauf gerichtet,in Jerusalem einzudringen, dort den Herrn zu spielen und zugleichdie Römer durch seine Tollkühnheit und durch die Manneszucht derihm gehorchenden Streiter zu schrecken. Um aber von seiner FesteAm über Hebron dahin zu gelangen, waren ihm die judäischen Jdu-mäer im Wege, die in dieser Gegend ihre Wohnsitze hatten. Diese zuüberwinden fiel ihm schwer, weil sie eben so tollkühn und wild kämpftenwie seine eigenen Leute. Indessen gelang es ihm doch, durch Verrateines idnmäischen Häuptlings, die Schar der Jdumäer zu werfen undsich ihrer und ihrer Wohnsitze zu bemächtigen. Auch Hebron fiel inseine Gewalt, und er streifte mit seinen Scharen bis in die NäheJerusalems. Die Zeloten in der Hauptstadt fürchteten jetzt seineNähe und suchten ihn unschädlich zu machen. Aber ihm ein Treffenzu liefern wagten sie nicht, weil sie gegen seine Scharen einmal denkürzer» gezogen hatten. So lauerten sie ihm auf und machten seineFrau und einen Teil seiner Trabanten zu Gefangenen in der Hoff-nung, er werde sich nun vor ihnen demütigen. Simon bar Giorawar aber harten Sinnes; anstatt demütig um Rückgabe seiner Frauzu flehen, soll er mit Achilleszorn gegen die Jerusalemer, die ans denTore» gezogen waren, um Lebensmittel oder Holz hineinznschaffen,gewütet haben. Dieses grausame Verfahren gegen Unbewaffnete bewogdie Jerusalemer, bar Gioras Frau aus der Gefangenschaft zu ent-lassen Z, was ihn zwar einigermaßen besänftigte, aber keineswegs vondem Plan abbrachte, in Jerusalem eine Rolle zu spielen. Tag undNacht 'lauerte er vor den Toren der Hauptstadt, um Eingang zufinden. Die Gelegenheit dazu gab ihm die Adelspartei.

Recht identifiziert Robinson (Paläst. III. 189) das 2fl^ geographische Meilensüdlich von Hebron liegende Ghumein mit Ai'n, indem pip nur eine arab.Diminutivform von pp ist. sVgl. Buhl S. 163 f.s flg Meilen südlich von Ghuweinbei Makhul finden sich in einem Hügel Höhlen (Robinson das. 187 fg.). Indiesen Höhlen bei Makhul kann bar Giora seine Schätze und seine Mannschaft,welche in der Festung A'i'n keinen Platz hatten, untergebracht haben, da sie in derNähe lagen. Diese Lokalität bezeichnet Josephus als sVgl. jedoch

Buhl S. 99s. Folglich bildete die Gegend südlich von Hebron, welche späterDaroma genannt wurde, Groß-Jdumäa. Herodium lag ebenfalls in Jdumäa(Josephus Altert. XIV, 13, 9). Ob auch Hebron dazu gehörte, läßt stich ausJosephus nicht mit Sicherheit entnehmen. Der Passus (jüd. Kr. 9, 7) "LvSev(«7ro . . . üt» k/olpkl Uüo»/ial«? scheint dafür zu sprechen

svgl. auch Kohout a. a. O. S. 662s. fl Das. jüd. Kr. IV, 9, 8. 10.