Der Krieg in Poräa.
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sonders gegen Johannes von Gischala verewigt und die helden-haften Baterlandsverteidiger als eine schamlose Räuberbande ge-brandmarkt i).
Während dieser Zeit verhielten sich die Römer ruhig. Der vor-sichtige Vespasian wagte nicht, die Löwen in ihrem Verstecke anzu-greifen, so sehr auch die Überläufer ihn drängten, einen Angriff aufJerusalem zu machen, und ihn zu überreden suchten, er werde leichteArbeit haben. Er zog es vor, die Zeit abzuwarten, bis der Bürger-krieg die Kämpfer geschwächt haben würde ^). Den Winter (67—68)ließ er sein Heer in den Winterquartieren ruhig liegen; erst mit demBeginne des Frühjahres führte er es zum Kampfe, aber nicht gegenJerusalem, sondern gegen Peräa, dessen judäische Bewohner erst jetztzu den Waffen griffen^). Das Verhängnis wollte, daß hier die Auf-ständischen vereinzelt auftraten und einen kriegstüchtigen Feldherrn,der verstanden hätte, die Hingebung und den Todesmut so Vieler aufein einziges Ziel zu lenken und die Römer von allen Seiten mit Un-gestüm anzugreifen, nicht gefunden hatten. Die Zersplitterung hatteaber keinen andern Erfolg, als die Zahl der Opfer ins Unglaublichezu steigern. Der Feldzug gegen Peräa begann mit der Festung Jaser(Jazer), die damals den Mittelpunkt des peräischen Gebietes bildete.Hier hatten sich die Mutigen und Kriegslustigen angesammelt, umeinen Zug gegen die Römer zu unternehmen. Es gab unter ihnenaber auch eine römischgesinnte Friedenspartei aus den Reichen undAngesehenen, an deren Spitze das Haupt der Judenschaft, Namens
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aörox onrlkrv. Er allein will also beim Verhör der Über-läufer zugegen gewesen sein. Er war wohl der Dolmetscher der Überläufer,da Vespasian ihre Sprache nicht verstand.
-) Das. jüd. Kr. IV, 7, 3.
2) Das. 7, 3—5. Im Texte lautet die L.-A. r» ^-rp<>7rn-.r?
17kp°»a?, aber sie kann unmöglich richtig sein. Gadara war eine hellenischeStadt (Altert. XVII. II, 1) und gehörte zur Dekapolis, kann also unmöglichHauptstadt des judäischen Peräa gewesen sein. Ferner erzählt Josephus, daßsich die Flüchtlinge dieser Stadt nach gerettet hätten. Es ist un-streitig mit de Säule») dafür zu lesen: Aber dieses
Städtchen war mehr als 12 gsogr. Meilen von Gadara entfernt. Wie konntendie Flüchtlinge daran denken, auf so weitem Wege Schutz zu suchen? Manmutz wohl statt 7a-I«o« lesen '/»eap«. Das II. Makkabb. hat ebenfalls dieCorruptel /"allap» (?0, 32) statt (I. Makkabb. 5, 8). Jaser kann
Hauptstadt von Peräa gewesen sein und eine durchweg judäische Bevölkerunggehabt haben. Jaser (jetzt Sar) ist nur 3 geographische Meilen von Beth-Nimrin(jetzt Nimrin) entfernt. sVgl. jedoch Buhl a. a. O. S. 263, Kohout a. a. OS. 652 und Schürer 11^, S. 125, Anm. 23l.s.