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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabi's bis zum Untergange des judäischen Staates 2 (1906)
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Cestius Gallus Zug gegen die Zeloten.

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ein von dem Hauptheer detachierter Truppenteil unter dem HauptmannGallus, der einen Teil von Galiläa durchstreifte. Sepphoris, derHauptort dieser Gegend, nahm die römischen Truppen mit Freuden-rufen aus; die Bewohner haben sich die ganze Zeit hindurch römer-freundlich gezeigt. Die judäischen Freischaren Galiläas hatten sich in-des auf einem Berge Asamon (?) Sepphoris gegenüber gesammelt,leisteten den römischen Angriffen hartnäckigen Widerstand und tötetenzweihundert römische Soldaten. Als sie aber von allen Seiten um-zingelt und von der Reiterei verfolgt wurden, ließen 2000 ihr Lebenans dem Kampfplatzes.

Sobald die Zeloten Jerusalems Nachricht von dem Anzuge desrömischen Heeres erhielten, griffen sie zu den Waffen, obwohl esSabbat war, und zeigten, daß sie die römischen Legionen nicht fürchteten,und sich im Kriege von den Sabbatgesetzen nicht gehindert fühlten.Cestius hatte bei Gabaot, eine Meile von Jerusalem, Halt gemachtund erwartete vielleicht reuige Unterwerfung. Aber die Zeloten griffendas römische Heer mit solchem Ungestüm an, daß sie die Reihen des-selben durchbrachen und im ersten Anlaufe über 500 löteten, währendsie selbst nur zweiundzwanzig Mann einbüßten (26. Tischri, Oktober).In diesem ersten Treffen zeichneten sich die adiabenischen Fürsten aus.Wäre nicht die römische Reiterei den Fußtrnppen zu Hilfe gekommen,so wären letztere an diesem Tage aufgerieben worden^). Cestiusmußte seine Truppen den Rückmarsch auf Bethoron zu antreten lassen.Simon bar Gioras fiel den Römern in den Rücken, zersprengte dieNachhut und brachte Beute nach Jerusalem. Während die SiegerHosiannalieder anstimmten, blieb Cestius im Lager müßig und wagtenicht vorzurücken. Zwei Männer, die Agrippa abgesandt hatte, umdie Einwohner Jerusalems aufzufordern, die Waffen zu strecken, wur-den mit Geschossen empfangen; der eine wurde getötet, der andereschwer verwundet.

Am nächsten Tage näherte sich das römische Heer wieder derHauptstadt, ließ aber drei Tage ohne Angriff verstreichen. Die Zelotenhatten die äußern Stadtteile, die keinen hinlänglichen Schutz boten,verlassen und sich auf die durch feste Mauer» geschützte innere Stadtund den Tempel zurückgezogen. Endlich rückte» die Römer ein, zer-störten die erste Vorstadt Bezetha, die Neustadt und den sogenanntenHolzmarkt, dann drangen sie weiter bis zu dem Punkte im Westen,der dem Herodespalaste gegenüber lag (auf Zion), und schlugen dortihr Lager auf (30. Tischri). Dies erschreckte aber die Zeloten nicht,

r) Züd. Kr. II, 18, 9-11; 19, 1. °) Das. 19, 12.

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