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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabi's bis zum Untergange des judäischen Staates 2 (1906)
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Spaltung im Urchristentum.

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ihn einen Abtrünnigen vom Gesetze, einen Irrlehren und erzähltenvon ihm, er sei ursprünglich ein Heide gewesen, habe sich nur ausLiebe zur Tochter eines Hohenpriesters zum Judentume bekehrt, undweil er abgewiesen worden, habe er aus Unwillen gegen Beschneidnng,Sabbat und das Gesetz überhaupt geeifert^). Sie beriefen sich aufden Stifter selbst für die fortdauernde Verbindlichkeit des Gesetzesund wandten aufden gesetzesstürmenden Apostel Jesu die Worte an:Wereins der geringsten Gesetze anflöst und die Menschen also lehret, wirdder Geringste im Himmelreiche sein" 2), Ein anderer Ausspruch unterden Sprüchen und Gleichnissen, welche Jesu judenchristliche Anhängerihm in den Mund legten und überlieferten, lautet:Das Himmelreichgleicht einem Menschen, der guten Samen auf den Acker säet. Dakam sein Feind und säete Unkraut zwischen den Weizen, da nun dasKraut wuchs und Frucht brachte, da fand sich auch Unkraut. DieKnechte sprachen:Woher hat denn der Acker das Unkraut?" Da sprachder Hausherr:Das hat der Feind getan". Der Feind bedeutetPaulus, welcher dem Christentum Unwürdige zugeführt habe. DieHeidenchristen blieben den Nazarenen nichts schuldig und legten Jesuseinen Spruch in den Mund, welcher die Verbindung des Christlichenmit dem Judäischen verurteilte.Niemand flickt ein Kleid mit einemneuen Lappen. Man faßt auch nicht Most in alte Schläuche" ^). Sospaltete sich das Christentum in kaum dreißig Jahren nach dem Todedes Stifters in zwei Sekten, in eine judenchristliche und heidenchrist-liche. Die Judenchristen blieben auf dem Boden des Judeutumes stehenverpflichteten auch die übergetrclenen Heiden auf das Gesetz und ver-'ehrten Jerusalem, wo sie die Wiederkunft des Messias erwarteten.Die Heidenchristen hingegen entfernten sich immer mehr vom Judeu-tume und nahmen eine feindselige Haltung gegen dasselbe an.

fl Irsnasus contra, Uasresss 1, 26; Eusebius Kirchengeschichte 3, 27;Epiphanius Uacresea 30, 10.

fl Matthäus-Evangelium ö, 19. fl Note 20.