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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabi's bis zum Untergange des judäischen Staates 2 (1906)
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Die proselytische Königin Helene.

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schenkte sie königlich mit einer goldenen muschelartigen Scheibe für diePforte des innern Heiligtums, die den ersten darauf fallenden Strahlder Morgensonne vielfach zurückwerfend, erglänzte und den diensttuen-den Priestern den Anbruch des Tages verkündeteAuch mit einergoldenen Tafel beschenkte sie den Tempel, auf welcher der Gesetzes-abschnitt eingegraben war, der beim Verfahren gegen eine des Ehe-bruchs verdächtige Frau gebraucht wurde ^). Dieses Geschenk war keingünstiges Zeichen; es beweist, daß durch den Einfluß der Römer unddes herodianischen Hauses Ehebruch oder Verdächtigung der Treuejudäischer Frauen häufig vorgekommen sein müssen. Einige Jahrzehntespäter mußte sogar das Verfahren bei des Ehebruchs verdächtigenFrauen wegen Ilberhandnahme des Verdachtes ganz eingestellt werden.Die Nation bewahrte der Proselytin Helene Ivegen ihrer Frömmigkeitund Wohltätigkeit ei» dankbares Andenkens. Sie überlebte noch ihrenSohn Jzates, der im Alter von fünfundfünfzig Jahren starb (um 55)und nächst vierundzwanzig Söhnen ebenso viele Töchter hinterlassenhaben soll. Ihm folgte auf den adiabenischen Thron sein ältererBruder Monobaz II., der eine nicht minder innige Anhänglichkeit andas Judentum an den Tag legte. Als auch Helene gestorben war,ließ Monobaz ihre Gebeine sowie die seines Bruders nach Jerusalemführen und in dem großartigen Grabmal beisetzen, welches sie währendihrer Anwesenheit dort hatte bauen lassen. Dieses Mausoleum Helenes,etwa drei Stadien (570 Meter) nördlich von Jerusalem, galt als ei»Kunstwerk und war durch drei Pyramiden oder Säulen von weißemdurchsichtigem Marmor Z kenntlich.

Das eigentliche Grabgewölbe war unterirdisch aus Steinen ge-hauen, ebenso die Eingangstür, die durch einen künstlichen Mechanis-mus fick einmal im Jahre zu einer bestimmten Stunde von selbst ge-öffnet und dann wieder geschlossen haben soll^). Als wenn diese klugeKönigin geahnt hätte, daß Jerusalem in die Hände eines schonnngs-

Z Umobna loma III, 10. Eine Erklärung für das Wort u.-urio; lautetin Jerus. z. St. (x. 41 a) niraup. Es muß aber dafür gelesen werden n.-nru? etwas Muschölartiges (so richtig emendiert von N. Brüll, Jahrb. für

jüd. Gesch. I, S. 76 N). Dazu gehört die Erklärung in Jerus. (das.) nxe-rir..12N7, .nnonr n.m NU2V »iro? nn nrnn nn'.ie'

loma das. und a. a. St. Das.

Z Josephus Altert. XX, 4, 3. Eusebius Kirchengeschichte II, 12 bemerkt,daß man noch zu seiner Zeit das Grabmal gezeigt habe.

b) Pausanias VIII, 16. Vgl. Beschreibung und Abbildung der sogenanntenKönigsgräber in Robinson und Smith, Palästina II, 1K3 ff., wo die Identitätder sogenannten Königsgräber mit dem Grabmal der Helene nachgewiesen ist.