Jzates und Monobaz.
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nicht nus Neid und Haß einen Bruderkrieg gegen ihn anfachen könnten,sollte sie dieselben durch den Tod unschädlich machen. Aber Helene,die durch die Annahme des Judentums gesänftigt und über eine sobarbarische Politik entrüstet war, wies den Blutrat zurück und gingnur insofern darauf ein, als sie die Königsbrüder in Gewahrsam hielt;nur ihr älterer Sohn Monobaz II. blieb verschont und mit derRegentschaft betraut. Als Jzates in der adiabenischen Hauptstadt an-gekomnien war und nach des Vaters letztwilligec Verfügung ausMonobaz' Hand die Krone empfangen hatte (um 22), hielt er es so-gar für grausam, seine Brüder der Sicherheit wegen ihr lebelang imKerker schmachten zu lassen. Er soll sie als Geißeln, d. h. zu einerArt ehrenvoller Verbannung, teils nach Rom teils nach der parthischeuHauptstadt gesandt haben.
Auf den Thron gelangt, wollte Jzates mit dem Judentum Ernstmachen und sogar die Beschneiduug an sich vollziehen lassen. Alleinseine Mutter und selbst sein Lehrer Auauia widerrieten aufs nach-drücklichste einen so gewagten Schritt, der seine heidnischen Untertanenzur Empörung gegen ihn treiben könnte. Auania, vermutlich ein hel-lenischer Judäer, suchte ihn vielmehr zu überzeugen, daß die Beschnei-dung für ihn nicht wesentlich sei. Jzates beruhigte sich anfangs da-bei, bis später ein gesetzesstrenger Judäer aus Galiläa, mit NamenEleasar, an seinen Hof kam und ihm eine andere Ansicht beibrachte.Eleasar fand den König einst beim Lesen des Pentateuch — ohneZweifel in griechischer Übersetzung — und konnte sich nicht enthaltenzu bemerken, daß es um dem judäischen Bekenntnisse ganz anzugehörennicht genüge, die Gesetze zu lesen, sondern daß man sie auch übenmüsse. Darauf ließ sich Jzates, nach einer andern Nachricht auch seinälterer Bruder Monobaz, heimlich beschneiden'). Die sorgenvolleAhnung, welche die Königin-Mutter für den Fall hegte, daß der voll-ständige Übertritt des adiabenischen Königs seinen Untertanen kundwerden würde, traf nicht sobald ein. Jzates' Regierung wurde nichtangefochten, war vielmehr so geachtet, daß er als Vermittler zwischendem parthischen König Artabau und dessen aufständischen Großenauftreten konnte, wofür er als Belohnung die Landschaft und die StadtNisibis erhielt, die eine zahlreiche judäische Gemeinde hatte. Späteraber, als sämtliche Verwandte des Königs sich öffentlich zum Juden-tum bekannten, zettelten einige adiabenische Große eine Verschwörunggegen ihn an und forderten den Araberköuig Abia, welcher in demGebiete Edessa herrschte, heimlich auf, Jzates mit Krieg zu überziehen
') Josephus, Altert. XX, 2, 2—4; (Isnssis Uabba o. 46.