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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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Geschichte der Juden.

Wady Aglun. Man sieht diese Felsenspitze weit und breit, selbst wenigeStunden von Jerusalem, 68 Meilen weit. Die Festung er-Rubud gleichteiner hohen Ritterburg. Von diesem hohen Punkte aus konnte BuckinghamIS Winkelmessungen vom Karmel im Norden bis zum tobten Meere im Südenvornehmen (Ritter a. a. O. II, 1116). Wir dürfen also Mizpeh-Gilead ohneweiteres mit Kalat-er-Rubud identificiren. Die Festung liegt vom Jabbokoder der muthmaßlichen Lage Machanaim's etwa 2 Stunden in geraderRichtung. Jakob brauchte also mit Kindern und Heerden von hier aus biszu Machanaim und dem Jabbok beinahe einen Tag. Nachdem er Laban ver-lassen, reiste er von Mizpeh bis Machanaim und überna.chtete hier, um in derNacht über den Jabbok an einer seichten Stelle zu setzen. Es ist kein Zweifel,daß der Erzähler dieses Stückes in Genesis Jakob und Laban in der Nähedieses hohen Punktes NS22 zusammenkommen läßt.

Da dieses tiLL? oder die hohe Warte von Kalat-er-Rubud nördlich vomJabbok liegt, so gehörte es zu Halbmanasse. Hier war der Aufenthaltdes manassitischen Richters Jephtah (Richter 11, 34), N222N nn-m ro'i

Von hier aus durchzog er zuerst Gilead im Süden, d. h. das Gebiet desStammes Gab, dann Manasse im Norden und Osten, um Schaaren zum Kriegegegen die Ammoniter zu werben, kehrte dann nach seiner Vaterstadt zurück, wodie Schaaren sich sammelten, und zog von hier aus gegen den Feind im Süden(das. V. 29s. nr'i-2 NS22 ist also identisch mit Kalat-er-Rubud. Es wird auchgenannt (Josua 13,26), wo die Grenze des Gebietes von Gad an-gegeben ist: von Hesbon im Süden bis zu Ramath Mizpeh im Norden. Esführte auch den Namen oder die hohe Feste Gilead's (Könige 1,4,13).

Der Landpfleger für Baschan, d. h. für Halbmanasse, wohnte in Ramoth-Gilead.Es kann daher unmöglich mit es-Salt identisch sein, mit dem es Burkhardt zuerstidentificirt hat wodurch (diese Identification auf die Karten übergegangenist. Winer (Art. Ramoth) hat diese Parallelisirung mit Recht angezweifelt. Zehnzog in kurzer Zeit in einem Ritt von Ramoth-Gilead nach Jesreel(Könige II, 9,1416). Wäre es es-Salt, so hätte er eine längere Zeit dazugebraucht. Dieses liegt nämlich 8 Stunden südlich von er-Rubud in geraderRichtung. Eben weil die Feste er-Rubud oder-w'i-zn

nr'i-2, eine außerordentliche Wichtigkeit hatte und das Land beherrscht, so war esein Zankapfel zwischen den Königen von Israel und den Aramäern. Die Forschersind an der Orientirung über Ramoth-Gilead irre geworden, weil es als gadi-tische Levitenstadt bezeichnet wird, also zu Gad gehört haben müsse. Allein imBuch der Könige wird es ausdrücklich als zu Manasse gehörig angegeben. Wasfolgt daraus? Nichts weiter, als daß Ramoth-Gilead als Grenzfeste bald zu Gad,bald zu Halbmanasse gehört hat, wie auch einige rcubenitische Städte zu Gadgezählt werden (vergl. 0. S. 79). Das Besitzgebiet der Nachbarstämme unter-lag Fluktuationen. Man könnte zwar gegen die Bestimmung der nahen Lagevon Machanaim und Ramoth-Gilead (er-Rubud) den Umstand geltend machen,daß dann zwei Amtsleute Salomo's dicht bei einander ihr Gebiet gehabt hätten(Könige II, 4, V. 1314), was unannehmbar wäre- Allein es ist sogar noch eindritter Amtmann für Gilead genannt (V. 19). Es könnte also sein, daß der