444 Geschichte der Juden.
vom Jabbok und ein Flüßchen Wadi Ragib, das nördlich vom Jabbok inden Jordan mündet.
Wir haben damit festen Boden gewonnen; der Krieg zwischen David's undAbsalom's Schaaren fand im Walde Rephaim statt. Unweit des Jabbokwar die Stadt Argob, von welcher die Gegend den Namen er-
halten hat. Es wird auch das Land Rephaim genannt. Folglich war diesTreffen auf dem Waldgebiete bei Argob nördlich vom Jabbok und un-weit von Machanaim. Damit stimmt das Folgende vorzüglich. Nach demTode Absalom's und der Flucht seiner Schaar sandte Joab einen Aethiopier, umDavid davon Kunde zu geben. Achimaaß drängte sich ebenfalls als Bote auf. nachMachanaim zu eilen, und er lief auf dem Wege des Khrkhar <Sam. II, 18, 23):-sin Das Wort ist eine Ellipse für i::
lGenesis 13,12; 19,17—25. 28—29; Deuteron. 31, 3), nämlich das Jordan-G hör ff. Anstatt vom Waldgebirge Rephaim oder von Argob über Berge unoThäler zu laufen, was seinen Lauf verzögert hätte, stieg Achimaaß zur Jordan-Ebene hinab, lies auf ebenem Wege nach Machanaim und überholte so denAethiopier, der zwar einen kürzeren, aber mühsameren Weg eingeschlagen hatte.Die Stadt Machanaim muß also unweit des Jabbok und des Jordan-Ghorgelegen haben. Daher konnten die Träger Abner's Leichnam in einer Nachtund einem Theil des folgenden Tages von Gibeon nach Machanaim bringen.Sie gingen zuerst an der westlichen Seite des Jordan die ganze Nacht, durch-wateten eine Furth des Jordan, gingen dann an der östlichen Seite des Flussesffvelche ziin? genannt wird) und kamen über den Jabbok setzend nach MachanaimlSam.11,2,29). Der Weg beträgt kaum 8 Meilen, und die Nacht hat 12 Stunden.
Genau die Lage von Machanaim, unweit des Jordan und des Jabbokund unweit Ragib zu bestimmen, ist allerdings aus Mangel an weiteren Hilfs-mitteln unmöglich. Raumer hatte eine Vermuthung, daß Machanaim in derJordan-Aue gesucht werden müsse iPalästina, S. 244). In Berghans' Kartedagegen ist Machanaim dicht am Jabbok auf die Gebirgshöhe eingetragen; dasist jedenfalls unrichtig chergl. Ritter a. a. O., S. 103lff; denn es muß in derEbene gelegen haben, etwa südlicher und westlicher von dem Dorf undWadyAbu-Obeideh sAbeida) zum Andenken an den muhammedanischen FeldherrnAbu-Obeida, der hier 635 p. Ehr. den Tod fand (Ritter, das., S. 1032). DieGegend an der Nordseite des Jabbok lez-Zerka) ist voller Trümmer, auch in derEbene; da ließe sich vielleicht die Lage von Machanaim ermitteln. Keineswegskann es mit Manch identisch sein, das weit nordöstlich vom Jabbok in einerGegend liegt, die schon zu Baschan gehört hat, während Machanaim noch znGilead gehörte.
Durch diese Auseinandersetzung läßt sich auch die Lage einer anderen vielgesuchteren Stadt jenseits des Jordan ermitteln. Ehe Jakob nach Machanaimkam, hatte er an einem Punkte eine ernste Unterredung mit seinem ihm nach-setzenden Schwiegervater Laban. Es war am Berge Gilead, wo ihn Labaneingehakt hatte (Genesis 31, 22—23). Der Platz war also im Norden von
ff Abgeschmackt ist Eirald's Erklärung von -s-w: nach Art der'Länscr.