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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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Geschichte der Juden.

biblische Namen mit entfernt ähnlichen Klängen aus dem Munde der Araberzu idenlificiren; so Mailahi mit Lachai-Roi Am meisten versacken

Engländer in solche Jrrthümer, weil sie die hebräischen Namen radebrechen.Palmer war glücklicher, er fand in der Gegend, die er wissenschaftlich durch-forschte und trigonometrisch aufnahm, ein Thal, das noch jetzt Wady Gadischheißt, und auf derHöhe desselben entspringt eine Quelle, Ain Gadisch genannt.Er identificirt sie mit Recht mit Kadesch. Die Gegend liegt 67 Meilen Luft-linie südlich von Khulasa (Khalasa), dem alten Cnsa. Ain Gadisch besteht ausdrei Quellen oder seichten Teichen (welche die Araber ThemaU-i-"'^ nennen);einer derselben steigt in der Negensaison über und erzeugt einen Wasserstrom(Palmer'S. 349 fg.). Ain-Gadisch liegt ungefähr in der Mitte zwischen der vomtodten Meere südlich laufenden Araba und dem Strom Aegyptens (Wady el-Arischj.So ist auch Numeri und Josua die Grenze Judäa's angegeben: südlich vomtodten Meere die Ostgrenze, der Fluß Aegyptens und das Mittelmeer die West-grenze und in der Mitte Kadesch. Aehnlich in Ezechiel (47,19) vom Thamar(Zoar, der Palmenstadt) im Südost des todten Meeres bis Kadesch, hin zumNachal (dem langgestreckten i-nch und zum Mittelmeere. Wichtiger noch

als die Entdeckung von Kadesch ist die Orientirung in der Gegend, welche bis jetzteine torra inovAnita oder nur dunkel bekannt war, deren genaue Kenntniß durchPalmer angebahnt ist. Man hat die große Strecke, welche von dem Mundwinkeldes Sinaigebirges durch mehrere Pässe (Nagb) nördlich abfällt mit dem all-gemeinen Namen Badiet et-TihWüste der Wanderungen" genannt, ohnedie südliche von der nördlichen, welche bis an die Grenze Palästinas reicht, zuunterscheiden. Die nördliche Gegend hat aber einen ganz anderen Charakter.Sie beginnt mit 30" 15' n. B., während der Winkel der Badiet et-Tih umfast 1"20' südlicher liegt. Diese ist meistens flach, hat nur hier und da einigeisolirte Höhen, es findet sich in ihr keine Ruine, kein Zeichen früherer Wohnungenoder Fruchtbarkeit. Dagegen erhebt sich im Norden derselben in der Zone30" 15' eine Hochebene etwa 18 Meilen von Süd nach Nord, bis zu den Wadys,welche die Höhe von Bir-Saba ixv) von diesem Plateau scharf abscheiden.Die Hochebene ist 1213Meilen breit. Sie führt den Namen G'ebel Magräh.Sie beginnt mit einem Berge, welcher ungefähr 2,000 hoch ist, dem G'ebelAraif und fällt terassensörmig ab bis zur Gegend von Bir-Saba.

Das angesammelte Wasser fließt durch Wadys westlich, in den el-Arisch undöstlich in die Arabah. Der Centralstrich dieses Plateau wird Gebirge derAzazimeh genannt. Diese ganze nördliche Gegend von Wady-Gadisch ^Kadesch, welche imUnterschiede von der südlichen, Oasen hat und Ruinen aufweist,umfaßte, nach Palmer <S. 292 in der Sprache der Hebräer der Name Negebl^ch. Hier findet man noch Spuren alter Civilisation, deren Namen sicherhalten haben. In Wady Lussan sind noch römische Ruinen zu sehen, undPalmer identificirt den Platz mit Lysa auf der Peutinger Tafel (S- 347).4>/2 Meile in der Lustlinie nördlich davon entfernt liegt Ain-GadischKadesch. Von Ain-Gadisch weiter nach Norden sind die Wady-Bette ein-gedeicht, Felder angelegt und Dämme sind darüber geworfen, um die Kraftdes Wassers zu brechen und es zu benutzen. Die Berglehnen sind mit Fuß-