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Geschichte der Juden.
Sohn Nebat's, aus einem Städtchen Zareda oder Zarthanunweit des Jordan. Er war der Sohn einer Wittwe. Frühe derväterlichen Zucht ledig, konnte er sein eigenes Wesen ohne Gegen-druck ausbilden. Jerobeam hatte die Befestigung der Mauern umJerusalem mit vieler Geschicklichkeit und Festigkeit gegen die Frohn-arbeiter geleitet, und Salomo war so zufrieden mit ihm, daß er ihmein höheres Amt über das Gebiet Ephraim und Manasse anvertraute.Hier hatte Jerobeam Gelegenheit, die unzufriedenen Aeußerungeudes Volkes über die von Salomo aufgelegten Lasten zu vernehmen,Aeußerungeu, die unter den stets unbefriedigten Ephraimiten stärker alsanderswo gelautet haben mögen. Diese Unzufriedenheit war seinengeheimen, ehrgeizigen Plänen erwünscht, er war entschlossen, sie zubenutzen und wartete nur eine günstige Gelegenheit ab. Diese fandsich. Salomo beging die Thorheit, Opferstätten für götzendienerischeCulte zu dulden. Sei es, daß seine ausländischen Weiber ihm imAlter dieses Zugeständniß ablockten, oder daß die Ausländer, Phönicierund Genossen anderer Völkerschaften, die sich in Jerusalem aufhielten,von ihm die Freiheit erhielten, ihre Götter auf ihre Weise imLande Israel verehren zu dürfen, genug, cs entstanden auf demOelberg und zwar auf der hohen Nordspitze desselben götzendienerischeCultusstätten für die Astarte der Sidonier, für Milkhom der Ammo-niter, für Kemosch der Moabiter und auch noch für andereGötzen i). Noch war der Sinn des Volkes nicht so erstarkt, daßes durch dieses Beispiel der religiösen Verkehrtheit nicht wiederhätte in Götzendienst zurückfallen können. Ein Prophet, vielleichtAchija aus Schilo, hatte den Muth, dem König diese Lauheit vorzu-enthalten und ihn zu bedrohen, daß er dadurch der Herrschaft überIsrael verlustig gehen könnte 2). Salomo scheint aber diese Warnungwenig beachtet zu haben. Entrüstet über diese Gleichgültigkeit suchte derProphet Achija aus Schilo Jerobeam auf, um ihn als Werkzeugfür die Züchtigung Salomo's zu gebrauchen; er hat wohl dessenehrgeizige Pläne durchschaut. Als Jerobeam einst Jerusalem verließ,näherte sich ihm der Prophet, faßte dessen Obergcwand, zerriß esin zwölf Stücke und händigte ihm zehn davon ein mit den Worten:
Könige I, 11, 4 fg. 33; II, 23, 13; s. Frankel-Gractz, Monatsschrift,Jahrgang 1873, S. 97 fg.
2) Könige I, 11, 11 fg.