Quellen des Reichthums.
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thinim genannt, die Holzhauer und Wasscrschöpfer für denTempeldienst, wohnten. Im Stadttheil Ophel wohnte auch die
verachtete Klasse der Salbenhändler, die wahrscheinlich Phönicierwaren i). Auch angesehene phönicische Kaufleute, welche Geschäfteim Großen betrieben, Geldwechsler und Geldmünner, welche aufZins ausliehen, ließen sich in Jerusalem nieder. Sie bildeten eineeigene Körperschaft oder Innung, standen unter dem Schutze desBundesvertrages zwischen Salomo und Hiram und durften nachihren eigenen Gesetzen, Sitten und Gewohnheiten leben. Sogarihre gottesdienstlichen oder vielmehr götzendienerischen Bräuchedurften sie beibehalten 2).
Die drei Quellen des Reichthums, welche über die Hauptstadteinen Goldregen ergossen, waren: die Machtverhältuisse, dieägyptische Verbindung und der indische Handel. Sämmt-liche Völkerschaften, welche David seinem Scepter unterworfen hatte,vom Strom Aegyptens bis zum Euphrat, verharrten unter seinemSohn in diesem Unterthanenverhältniß und vermochten nicht sich davonloszumachen. Diejenigen Fürsten, welche ein Friedensbündniß mitDavid geschlossen hatten, erhielten es anch unter seinem Nachfolgeraufrecht, und noch andere suchten seine Freundschaft. Alle diese Fürstennnd Völker sandten, wie es der Brauch mit sich brachte, an seinen Hoftheils Tribut und theils Huldigungsgeschenke in reichem Maaße,goldene und silberne Gefäße, werthvolle Gewänder, Spezereien, Rosseund Maulesels. Mehr Erträgnisse noch brachte die Verbindung mitAegypten. Dieses Land, welchem seine Ebenen bedeutende Pferde-zucht ermöglichen, konnte Kriegsrosse an die Pferde-armen Gebirgs-länder liefern. Auch Kriegswagen wurden in Aegypten verfertigtund waren auswärts beliebt. Die Fürsten von Aram und denLändern am Euphrat bezogen früher ihren Bedarf an Rossen undWagen unmittelbar aus Aegypten und führten sie durch die phili-stäische Ebene am Mittelmeer. Diese freie Durchfuhr gestatteteSalomo nicht mehr, sondern zwang die Völkerschaften, welche nörd-
y Vergl. Note 13.
Movers, das phönicische Mterthum II, 3 S. 115 fg.
3) Könige 1,10,14—15; 24—25. Das Wort pW kann, wie von Andernmit Recht bemerkt wurde, im Zusammenhänge nicht „Waffen" bedeuten; esscheint das wohlriechende Moschus zu sein, das auch im Arabischen PL': ge-nannt wird, neben pL'L, im Talmudischen drpwiL.
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