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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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Geschichte der Juden.

Ihre Uebersiedelmig von der David'sstadt, wo sie bis zur Vollendungdes Baues gewohnt hatte, in ihre eigenen Gemächer, scheint mitgroßer Feierlichkeit begangen worden zu sein*). Eine Steinmauerumgab den ganzen Umfang der königlichen Gebäude, in welchemein Garten angepflanzt war 2 ). Wahrscheinlich hat Salomo aucheine Wasserleitung nach Jerusalem gezogen, um Stadt und Tempelmit dem Wasserbedarf zu versehen und zwar aus den reichen Quellenvon Ain-Etham (zwei Stunden südlich von Jerusalems.

Doch nicht allein Salomo, sondern auch die Großen des Landes,die sich in Jerusalem dauernd aufhielten, die Prinzen, die hohenBeamten und Günstlinge führten Prachtbauten aus Cedernholz auf.Durch den Reichthum, der durch drei Hauptkanäle ins Land strömte,konnte der Hang nach Glanz, der sich vom König den höhern Klassenmittheilte, befriedigt werden. Wenn auch einige Uebertreibung darinliegt, so giebt die Schilderung doch ein richtiges Bild von demGlanze, der unter Salomo entfaltet wurde: Das Silber galt inJerusalem wie Stein, und Cedern wie sonst Sykomoren^). DiePaläste der Großen wurden ebenfalls auf dem Hügel Millö erbaut,weil die David'sstadt weniger Raum dafür bot. Dieser Stadttheilder zweite jMisokmsü) genannt^), überstrahlte den Zion, unddieser blieb nur noch ehrwürdig durch die Erinnerung an Davidund durch die Gräber der Könige, welche an dem Südabhange desZion beigesetzt wurden 6). Seit Salomo hatte Jerusalem vierStadttheile: die Altstadt oder Zion, die zweite Stadt nörd-lich gegenüber und durch ein Thal davon getrennt, ferner derMorija oder- Tempelberg, den Wohnsitz der Ahroniden und Le-viten, .und endlich den Ophel (Oxbla), die südliche Fortsetzung desTempelberges, wo die Tempelsklaven, die Gibeoniten, später Ne-ri Die Uebersiedelmig ynrd wie ein wichtiges Factum mehrere mal er-wähnt, das. 3, 1; 7, 8; 9, 24.

2) Jeremia 39,4: hier ist die Lage des königlichen Gartens passenderangegeben, als das. 52, 7 und Parällclstell. Könige. Da Zcdekir für seine Fluchteine nördliche Richtung einschlagcn mußte, so kann der Garten nur auf demMillö oder der Unterstadt gelegen haben. Nehemia 3,15 ist zu unbestimmtgehalten. Vergl. zur Stelle die syrische Version.

s) Josephus Alterth. VIII, 7, 3; Talmud Joma p. 31a; Zebachim p. 54b.4) Könige I, 10, 27.s) Vergl. Note 13.

6) Nehemia 3, 16.