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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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Bedeutung des Tempels. 319

Stolz und die Macht Jsrael's, die Lust seiner Augen"genannt i).

Mit der Einweihung des Tempels begann auch eine geistlicheOrdnung, wie sie vorher weder in den beschränkten Verhältnissen derStiftshütte in Schilo, noch in der Uebergangszeit im Zelte auf Zionsich festsctzen konnte. Das Priesterthum bestand allerdings schon früherund gehörte ausschließlich den Nachkommen Ahron's an. Aber dieRangordnung war noch nicht abgestnft, die Höheren von den Niedernnoch nicht unterschieden. Erst unter Salomo wurde ein Hohenpriesteran die Spitze der übrigen gestellt und ein Rangunterschied ein-geführt. Mit der Hohenpriesterwürde war damals Asaria, SohnZadok's?) bekleidet, nachdem sein Vater gestorben war. Ihmzur Seite standen die niedrigen Priester. Für die Leviten, welcheden Ahroniden untergeordnet wurden, ist eine neue Ordnung ge-schaffen worden. Ein Theil derselben leistete beim Opfern Dienste,ein anderer Theil hielt an vier Seiten des Tempels Wache undhatte die Aufsicht über die Tempelgefäße und Zubereitungen8), endlichstanden einige Familien dem Gesang und Saitenspiel vor. Denn sosehr auch unter Salomo das Opferwesen den Mittelpunkt des Gottes-dienstes einnahm, so war doch auch dem das Gemüth anziehendenund erhebenden dichterischen und musikalischen Cultus Spielraumeingeräumt. Diesem standen drei Meister vor: Heman, ein Enkeldes Propheten Samuel, mit seinen Söhnen, den Korachiden,Aßaf und seine Söhne und endlich Jeduthun^. Wie esscheint, gruppirten sich seit der Zeit die Leviten in drei abge-schlossene Klassen, in die Kehatiten als Sängerklasse (Nssollo-rerim), die Gersoniden als Opfergehilfen (Llesollaretim)und die Merariden als Pförtnerklasse (kelloarim). DieEinordnung der Sängerklasse in den Gottesdienst wurde auf diePropheten Samuel, Nathan und Gad und auf den kunstliebendenKönig David zurückgeführt5). Von diesem und Aßaf stammten

i) Ezechiel 24, 21: 7, 24, fix; statt ü-as Ps. 47, 5. Ainos 8, 7verglichen mit 4, 2 und Ps. 89, 36, wohl auch Ainos 6, 8.

2j Könige I, 4, 2 vergl. o. S. 312. Anmerk. Auffallend ist die Geschlechts-solge angegeben in Chronik I, 5, 3436, und zum Theil auch 6, 38.

»> Chronik I, 9, 23 fg.

«I Das. 6, 18 fg. 25, 1 fg.

II, 29, 25; Amos 6, 6.