Die Frohnarbeiter.
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Befördern der Steine? Salomo hatte von seinem SchwiegervaterPharao Psufennes das Mittel gelernt, sich Arbeiter ohne große Kostenzn verschaffen. Im Lande Israel wohnten noch Ueberreste derkanaanitischen Bevölkerung, welche weder Josua zu unterwerfen ver-mochte, noch die nachfolgenden Führer ausrotten konnten. Saul hattewohl begonnen sie zu vermindern; aber wegen seiner Fehden mitDavid konnte er nicht mit Nachdruck gegen sie verfahren. David hattesie in Ruhe gelassen, weil sie friedlich mit den Israeliten lebten undverkehrten und ihm im Kriege gegen die Philister und andere Feindedienten. Je mächtiger die Israeliten wurden, desto weniger konnte dieseeingeborne Bevölkerung ihnen schädlich werden. Salomo dagegenerklärte mit einem Male die Ueberreste der Emoriter, Chithiter, Phcri-siter, Chiwiter, welche um Betschean, in der Ebene Jesreel, im Nordenunter den Stämmen Zebulon, Ascher und Naphtali und im Westenim Gebiete von Dan wohnten, auch die Jebnsiter, welchen Daviderlaubt hatte, außerhalb Jerusalems zu wohnen (o. S. 237), allediese erklärte er als Halbsklaven und zwang sie zn Frohnarbeit. Siezählten noch 150,000 Jünglinge und arbeitskräftige Männer. Siebildeten die Arbeiterbevölkerung. Noah, der Stammvater der nach-sündfluthlichen Geschlechter, hat die Kanaaniter verflucht und zurSklaverei verurtheilt, weil ihr Vater Ham sich unehrerbietig gegenseinen eigenen Vater benommen haQ); daraus mochte sich Salomoberufen haben. Mehr als dreitausend israelitische Aufseher hieltendiese zur Sklaverei erniedrigten Urbewohner zur Arbeit an. EinOberausseher Adoniram überwachte die Aufseher und Arbeiter.Achtzig Tausend dieser Unglücklichen wurden in den Steinbrüchcnbeschäftigt, bei Lampenlicht Tag und Nacht nach Anleitung vonSachverständigen ans Biblos (Giblim) schwere Quadern 2) ans denFelsen zn hauen, sie auf beiden Seiten zu glätten und an denRändern regelrechte Fugen anzubringen. Noch jetzt bemerkt man dieSpuren des Lampenlichtes in den Brüchen an dem geschwärzten,angeranchten Gestein in Nischen. Siebzig Tausend Sklaven 2) hoben
p Genesis 9, 25.
2> Könige I, 5, 31-32; 7, 9-11.
2> Das. 9, 20—23. Die Zahl der kanaanitischen Arbeiter in den Stein-brüchen ist angegeben, das. 5, 29—30 und Chronik II, 2, 16—17. Die Zahlder israelitischen Aufseher über die Frohnarbeitcr schwankt in diesen beiden Stellen.Der Chronist, dem bereits die Zahlvariante vorlag, gleicht sie dahin aus,