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Geschichte der Juden.
melden, er möge den Altar verlassen, es werde ihm kein Haargekrümmt werden, so lange er ein wackerer Mann bleiben und sichnichts zu Schulden kommen lassen werde. Darauf begab sichAdonija zum jungen König, huldigte ihm und wurde gnädig ent-lassen. Damit hatte der Thronstreit ein Ende. David's Schwächenahm immer mehr zu, und er entschlief nach einer bewegtenRegierung von vierzig Jahren und sechs Monaten (um 1015). Ereröffnete die Reihe der Königsgräber in einer Felsengrnft, die erauf dem Berge Zion (am südlichen Abhange) angelegt hatte*).
Gewiß wurde David's Tod aufrichtig betrauert, denn er hattedas Volk selbstständig, groß und glücklich gemacht. Der Tod verklärteihn. Nachdem seine Seele die Hülle verlassen hatte, kam erstdas Volk zum Bewußtsein dessen, was er ihm in Wahrheit gewesen,und was er geleistet hat. Im Innern hatte er die Stämme, welchein Sonderinteresseu auseinander gegangen waren, geeinigt und siezu einem enggeschlossenen Volke zusammengehalten. Die EmpörungAbsalom's und Scheba's bewies, wie kräftig der Kitt war, der dieGlieder zusammen verband. Das Haus Israel benutzte die Gelegen-heit seines Todes nicht, sich vom Hause Jakob zu trennen, undwie groß auch die Eifersucht eines auf das andere war, so hieltensie doch zusammen. Auch sonst hat David jede Veranlassung zurEntzweiung aus dem Wege geräumt und mit mildem Sinnegewirkt. Das Prophetenthum und Priesterthum ging währendseiner Regierung Hand in Hand. Salomo ließ er' zugleich durchden Hohenpriester Zadok und den Propheten Nathan salben 2 ). Tiebeiden Priesterlichen Häuser Eleasar und Jthamar, vertreten durchZadok und Aknathar, hielt er in Eintracht. Ueber Bedrückunghatte sich keiner aus dem Volke zu beklagen; so weit seine Einsichtund seine Kraft reichte, verschaffte er jedem sein Recht. Eine Un-gerechtigkeit empörte ihn tief 2 ). Indem er die Macht der Philister-brach, welche die Nachbarstämme so lange unterjocht hatten, unddie Völker rings umher bis zum Euphrat in Abhängigkeit brachte,hatte er nicht nur Wohlstand im Innern erzeugt, sondern auch eingroßes Reich gegründet, welches sich an Macht mit Aegypten messen
y Folgt aus Nehemia 3, 16.
2 , Könige I. 1, 34. 45: fehlt in Vers 39.
Wie das Beispiel lehrt beim Nnhören der fingirten Erzählung vonNathan und der Thckoerin.