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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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Absalom's Empörung.

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waren, und alle diejenigen, welche überhaupt von Veränderung undUmsturz Vortheile zu erhaschen hofften. DieBenjaminiten, welche ihrenVorrang unter Saul durch David eingebüßt hatten, die Ephralmiten,die ewig Unzufriedenen, mochten sich ganz besonders über David'sSturz freuen und huldigten um so lieber dem Thronrünber, weilsie hoffen mochten, durch David's Entthronung wieder zu ihremalten Ansehen oder ihrer alten Freiheit zu gelangen. Mit demeitlen Absalom, dessen Volksgnnst sich nicht lange erhalten werde,hofften sie leichter fertig zu werden, als mit David. Bon vielenStädten aus allen Stämmen kamen Abgeordnete nach Hebron, umdem neuen König zu huldigen, und mit jedem Tage wuchs dessenAnhang.

Anfangs wurde selbstverständlich die Verschwörung von denFührern geheim gehalten; cs durfte niemand von Hebron nachJerusalem reisen, um nicht die Kunde davon zu verbreiten. Daviderfuhr daher erst seine Entthronung durch seinen Sohn mit derNachricht, daß die Stämme des Hauses Juda und des HausesIsrael von ihm abgefallen waren. Es war ein schmerzlicher Augen-blick für ihn. Sein eigener Sohn sann auf seinen Sturz! SeinEntschluß war indeß schnell gefaßt, er wollte es nicht auf einenBürgerkrieg ankommen lassen, wozu ihm die Söhne Zeruja's undandere treue Anhänger gerathen haben mochten. Von allen Stämmenverlassen, würde er sich in die Hauptstadt einschließen müssen.Diese würde dem Andringen so vielen Volkes nicht widerstehenkönnen, und er konnte sich darüber nicht täuschen der ruch-lose Absalom würde ein Blutbad in Jerusalem anznrichten keineScheu tragen. Am meisten fühlte sich David von der VerbindungAchitophel'smit seinem thronräuberischen Sohn gekränkt undwurde dadurch entmuthigt. Er mochte zu spät erkennen, daß dieVerschwörung von langer Hand angelegt war. Es wurde ihmdaher klar, daß der Plan reiflich durchgedacht war, und ein Wider-stand nur zu seinem Unheil ausschlagen werde. So verkündete erdenn seinen Leuten, daß er eilends Jerusalem verlassen wolle, eheAbsalom mit seinem großen Anhänge von Hebron heranzöge.

Bei der Flucht erwies es sich, daß David auch treue Freundehatte, die ihm bis in den Tod ergeben waren. Er konnte nurverfügen, daß seine Frauen, Kinder und Dienerschaft ihn auf der

i) Das. Vers 31.

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