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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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Geschichte der Juden.

Geschick, das ihn betroffen hatte, tatsächlicher Natur und nicht eineWirkung argwöhnischer Einbildung.

David's erster Gedanke war, seinen brudermörderischen Sohn,welcher zu seinem Großvater, dem König Talmal von Geschurim Südwesten der Grenze Judäa's entflohen war, aufznsuchenund über ihn die verdiente Züchtigung zu verhängen, selbst wenner dabei Waffengewalt anwendeu müßte'). Aber dagegen machtensich andere Einflüsse geltend, wie denn überhaupt seit dem Vorfallmit Bathseba das Jntriguenspiel an David's Hofe begann. Joabwar gegen die Nachfolge des jüngst geborenen Salomo?) undselbstverständlich für die des Aeltesten, also für Absalom, entwederweil er von einer Aendernng der Erbfolge Verwirrung und Spaltungim Lande befürchtete, oder weil er mehr Anstoß an der nicht ganzlauteren Geburt des jüngsten Königssohnes als am Brudermordnahm. Auch Achitophel, David's unfehlbarer Rathgeber, wünschtedie Erhaltung Absalom's, weil er ihn als Werkzeug gegen denVater zu gebrauchen gedachte. Dagegen war David's vierter SohnAdonija für die strenge Bestrafung seines Halbbruders, weil es ihmleichter schien, den spütgeboreneu Salomo zu beseitigen als den vornichts zurückschreckeuden Absalom. Traf diesen die Strafe desBrudermordes, so mußte ihm die Nachfolge zufallcn. Adonija undseine Mutter Chagit mögen daher gegen Absalom gehetzt haben;aber Joab und Achitophel waren klüger und hatten es in Händen,einen Kriegszug gegen den Flüchtling oder gegen den ihn be-schützenden Großvater zu vereiteln. Freilich offen durften sie nichtPartei nehmen; denn dann hätte David ihre Absichten durchschaut.Sie intriguirteu daher nur verstohlen.

Als David denn doch beschlossen hatte, seinen blutbeflecktenSohn aufzusuchen oder dessen Auslieferung zu verlangen obwohler schon drei Jahre abwesend war wandte Joab eine List an,um ihn von diesem Entschlüsse abzubringen. Er ließ eine Frauaus der nahen Stadt Thekoa zu sich kommen, welche im Rufestand, eine gewandte und sinnreiche Rede führen zu können, und ver-abredete mit ihr einen Plan, dem König das Grauenhafte der Sache

. '1 Vergl. Note 17.

2) Folgt aus Könige I, 2, 28, wo die griechische und syrische Version dieL- A. haben: nv: xi- n^vixi.