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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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Geschichte der Juden.

So verfolgte ich meine Feinde,Rieb sie auf,

Und kehrte nicht um,

Bis ich sie vernichtet habe.

Du gürtetest mich mit Kraft zum Kriege,

Ließest meine Feinde niederknieen

Und wandtest den Nacken meiner Widersacher.

Du errettetest mich von Völkern der Feindseligkeit,Bewahrtest mich zum Haupte über Nationen,Stämme, die ich nicht kannte, sind mir unterthan.

Die Söhne der Fremde fallenUnd zittern in ihren Burgen.

Darum preise ich Dich, o Herr! unter VölkernUnd lobsinge Deinen Namen.

Dieser Psalm, welcher Gemeingut des ganzen israelitischen Volkesgeworden ist, ist aus David's Seele gesprochen r).

Zwei in einander greifende Ueberzeugungen haben sich in Folgeder großen Siege so fest in das Bewußtsein des Volkes eingeprägt,daß sie für dessen ganze Zukunft bestimmend wirkten. Die Einelautet in den mannigfachsten Wendungen:

Der König kann nicht durch große Heere gerettet werden,

Und nicht der Held durch Riesenkraft,

Eitel ist das Roß zum Siegels,

Gott allein leite den Krieg, führe ihn zu Ende, verleihe Siegoder Niederlage, und ihm sei es ein Leichtes zu helfen mit vieloder wenig. Die andere damit zusammenhängende Ueberzeugunglautet: daß Gott di? Heere Jsrael's, wenn sie für seine Sacheausziehen, zur Verherrlichung seines Namens oder zur Rettungseines Volkes, stets zum Siege führe. Der Gott Jsrael's wurde in

i) Den ganzen Psalm 18, den die Ueberschrift und Sam. II, 22 David bei-legen, ihm zu vindiciren, dagegen sprechen die Breite und Zerflossenheit mancherVerse und auch manche andere Momente. Vers 7 setzt den Bestand des Tempelsvoraus. Dagegen ist unverkennbar, daß der Gedankengang mancher Verse nurauf David's Situation paßt. Hupfeld's und Olshaufen's Annahme, daß derganze Psalm von einem späteren Davididen gedichtet und dem Ahnen in denMund gelegt worden sei, hat keine Analogie für sich. Es scheint vielmehr, daßder Kern des Psalms echt davidisch ists daß dieser aber rm Laufe der Zeitenerweitert und überarbeitet wurde. Daher die Varianten in den zwei Texten.

2j Ps. 33, 16 fg. und viele andere Stellen.