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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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Geschichte der Juden.

der Nordseite, wo der Zugang leichter war. Der nicht astzn um-fangreiche Zionshügel oder die Daoidsstadt reichte nämlich nicht ausfür die Bewohner, die sich bereits dort niedergelassen hatten, oderwenn er ausreichte, so mußte doch Bedacht auf das Wachsen derBevölkerung genommen werden. Aus - diesem Grunde wurde derniedrigere Hügel, der nördlich von Zion lag, zur Stadt gezogen.Zwischen dem Zion und dem nördlichen Hügel lief ein schmalesThal, das sich zuerst östlich und dann südlich bis zur Siloaquelle er-streckte (später das Küsemacherthal genannt!. Der nördlicheHügel der Stadt erhielt den Namen Millo (Einfassung N); erwurde im Berhältniß zur ältern Davidsstadt der zweite Stadt-theil. Die Hügel Morija und dessen Abdachung Ophel bliebenvorläufig von der Stadt ausgeschlossen und gehörten überhauptdamals nicht zu Jerusalem, da sie von den verschont gebliebenenJebusitern bewohnt waren. David ließ sich auch einen Palast ausCedernholz aufführen, welches von dem Libanon herbeigeschafft ward.Auch Joab und die übrigen angesehenen Männer aus David's Um-gebung erhielten geräumige und schön gebaute Häuser, wenn auchnicht aus Cedern, so doch aus Chpressen^.

David dachte aber daran, Jerusalem auch zum Mittelpunkt desreligiösen Lebens zu machen, damit die Augen des ganzen Volkesdarauf gerichtet sein sollten. Er traf daher Anstalten, die Bundesladeaus Kirjat-Jcarim, wo sie seit der Rückkehr ans der Gefangenschaftder Philister (o. S. 146) im Hause des Abinadab geblieben war,abznholen und errichtete ein Prachtzelt in der Davidsstadt, umsie darin anfzustellen. In späteren Zeiten erzählte man sich: Davidhabe ein Gelübde gethan, nicht eher in sein Haus zu ziehen, nicht ehersein Lager zu besteigen, und seinen Augen keinen Schlaf zu gönnen,bis er eine Stätte für die Bundeslade gefunden haben werde 3).Mit einem großen Gefolge begab sich der König nach Kirjat-Jearim

h S. Note 13.

2) Sam. II, 5, 11 vor ist wie in der Parallele Chronik zn

ergänzen

!>) Ps. 132,15. Der folgende Vers: ivrw n:n

stellt das Berhältniß so dar, als wenn die Bundeslade so verschollen gewesenwäre, daß nur durch ein Gerücht bekannt war, sie habe einmal in Ephrata,d. h. in Ephraim oder Silo lwie Olshausen zn diesem Ps. richtig bemerkt! ge-standen, und daß man sie endlich in 17^ d. h. rwnt."' n-np gefunden.