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Entstehung Jerusalem'«.
Burg; er ließ sie sich im Osten der Stadt auf dem Hügel Morijaansiedelu. Diese für so schwierig gehaltene und leicht ausgeführteEroberung, welche mit der spöttischen Bemerkung von den Blindenund Lahmen begonnen hatte, gab zu einem geflügelten SprichwortVeranlassung: „Blinde und Lahme (bewachen), man wird nichtin's Haus kommen können st!"
Nach der Eroberung der Ziousburg verlegte David seine Re-sidenz von Hebron hierher, und sie wurde fortan die Davids-stadt genannt. Die ganze Stadt erhielt einen neuen NamenJerusalem (Jeruschalaün) — dessen Bedeutung unbekannt ist — undverlor ihren alten Namen Jebus. In derselben ließ David seineKriegerschaar mit ihren Familien und seine Hofleutc sich ansiedeln.Der Platz, wo die tapfersten Streiter ihre Wohnungen hatten, wurde»ach ihnen benannt: Haus oder Platz der Helden löst ba-6ibbo-rimst. Das war der Anfang der Stadt, welche seit der Zeit undfür Jahrtausende die heilige werden sollte. Die Wahl diesesFleckens als Hauptstadt war unter den damaligen Umständen einglücklicher Griff. Allerdings eignete sich Sichern vermöge seinerLage in der Mitte der Stämme und seiner fruchtbaren Umgegendviel besser als Mittelpunkt; allein David konnte unmöglich seinenSitz in die ephraimitische Stadt verlegen, weil die Einwohner ihmnicht besonders wohlgesinnt waren, eifersüchtig wie sie waren, daßder aus dem halbbarbarischen Inda stammende König ihnen Gesetzevorschreibeu sollte. Er brauchte aber einen festen Rückhalt anseinem Stamme, und diesen hatte er in Jerusalem, das an derGrenzscheide von Benjamin und Juda lag und ihm bei Un-botmäßigkeit der übrigen Stämme zum Schutze dienen konnte. DieGegend, in welcher die neue Hauptstadt angelegt wurde, ist nichtunfruchtbar, wenn sie auch keinen Vergleich mit der Gegend vonSichem aushält. In den Thälern fließen immerwührendö Quellen,die Quelle Silva und En-Rogel im Südwesten, der Gihon imWesten, welche zur Zeit der Regenlosigkeit die Stadt und die Feldermit Wasser versehen können. An drei Seiten umgiebt Jerusalemein Hügelkranz schirmend und zierend. Im Osten ist ein hoherHügelrücken (2724 Fuß), der Oelberg, genannt von den Oliven-
tz Vergl. Note 13.
2) Nehemia 3, 16.