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Geschichte der Jude».
Zunächst mußte David mit den Philistern brechen, wenn erSelbstständigkeit erringen und die Liebe des Volkes in vollemMaße wiedergewinnen wollte. Auf einen blutigen Krieg mitseinen bisherigen Bundesgenossen mußte er sich gefaßt machen.Jndeß begann er nicht sogleich den Kampf gegen sie; sie waren nochzu mächtig. Zuerst wollte er sich nach einer anderen Seite freieHand machen. Inmitten des benjaminitischen Stammgebietes warein Enclave, welches die Jebnsiter inne hatten, weil es bei demEinzug der Israeliten nicht erobert werden konnte. Der hohe HügelZion war von drei Seiten durch schmale Thäler und künstlicheBollwerke unzugänglich gemacht, am schwierigsten von der Südseite,wo die Felswand des Hügels fast steil ans der Schlucht aufsteigt.Von dieser Hügelbnrg ans beherrschten die Jebnsiter das umliegendeGebiet und fühlten sich sicher. Mit den sie umgebenden Benjaminitenund Jehudäern scheinen sie lange in einem Bundesverhültniß gelebtzu haben, da selbst Saul sie auf ihrem Gebiet nnangegriffen gelassenhat. David fand es indes; zweckdienlich, che er sich in den Krieggegen die Philister einließ, in den Besitz der Felsenburg Zion zugelangen. Er forderte zuerst die Jebnsiter ans, sie ihm freiwilligund friedlich abzutreten und mochte ihnen dafür Entgelt gebotenhaben. Diese aber lachten: ihn wegen dieser Zumnthung aus underwiderten ihm spöttisch: „Du kannst nicht hierherkommen, es seidenn, daß du die Blinden und Lahmen beseitigt haben wirst," auchdiese könnten den Zugang streitig machen. Darauf hin schickte sichDavid zur Eroberung Zions an, rief seine Heldenschaar zusam-men und setzte einen Preis für die Tapferkeit ans. Derjenige,welcher von der steilen Südseite aus zuerst die Spitze der Felsen-burg erreichen würde, sollte Feldherr werden. Ein Wetteifer entstandin Folge dessen unter den Tapfer::, diesen hohen Siegespreis zuerringen. Sie kletterten die Felswand hinan, wurden aber selbst-verständlich von den Jebusitern mit einem Hagel von Felsstückenund Pfeilen empfangen. Nichts desto weniger gelang es Joab, demviel daran lag, das Feldherrnamt zu erlangen, die Spitze zu er-klimmen und die Jebnsiter anzugreifen. Mit Hilfe der nachfolgen-den Krieger war er im Stande die Burg zu erstürmen und dieVertheidiger niederzumachen. Sobald die Jebnsiter jeden Wider-stand vergeblich sahen, baten sie um Frieden, den ihnen David auchbewilligte. Sie durften in ihrer Stadt bleiben, nur nicht in der