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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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Geschichte der Juden.

straße, welche jenseits des Jordan vom rothen Meere nach Damaskusführte, ging durch diese Stadt, dadurch hatte sie einige Bedeutungerlangt. Hierher führte Abner den überlebenden Sohn Saul's,Jsch-Buschet (Eschbaal) und sämmtliche Glieder der unglücklichenköniglichen Familie und brachte es dahin, daß die jenseitigenStämme jenen als Nachfolger anerkannten. Nachdem Abner einewehrhafte Schaar aus den jenseitigen Stämmen und den Benja-miniten, die zu ihm gestoßen waren, zusammengebracht hatte, beganner den Kampf gegen die Philister. Diese hatten wohl in den wichtigenStädten des eroberten Gebietes nach ihrer Gewohnheit Steuervögte(idisLibim) mit Truppenbesatzung zurückgelasseu, welche die Ein-wohner im Zaume halten sollten. Abner verdrängte nach und nachdie Philister aus dem diesseitigen Lande; aber erst nach vier oderfünf Jahren gelang es ihm, das ganze Land zu befreien (10551051),so schwer muß der Kampf gewesen sein. Am schwierigsten warwohl die Zurückeroberung des Stammes Benjamin, weil diePhilister dorthin leicht Truppen werfen konnten. Jeder Stamm,den Abner befreite, huldigte freudig dem Sohne Saul's i). Abnerhat Außerordentliches geleistet. Er hat nicht nur die Unab-hängigkeit erkämpft, sondern auch diejenigen Stämme in das Gemein-wesen gezogen, welche noch unter Saul sich ungefügig gezeigt hatten.Er hat so recht eigentlich das Zehn-Stämmereich oder das ReichIsrael fest begründet und die Glieder desselben enger aneinandergefügt. Allein nach seinem Siege und seinen Anstrengungen warmit einem Male das Volk in zwei Reiche getheilt, das ReichIsrael und das Reich Juda, von zwei Königen beherrscht. DerStamm Juda, kaum durch die Thätigkeit Samuel's und Saul'sseiner Sonderheit entzogen und mit den übrigen Stämmen vereint,wurde abermals vom Ganzen getrennt. Der Sieg Abner's hattekeine Freudigkeit erzeugt, weil er die Zwiespältigkeit gebracht hatte.Schnell eilte der Griffel des Geschichtsschreibers darüber hinwegund deutete ihn nur mit wenigen Strichen an.

An eine Verschmelzung des Hauses Israel mit dem HauseJuda war nach Lage der Sache gar nicht zu denken. Nicht nurwiderstrebten die beiden Könige David und Jsch-Boschet einer frei-willigen Einigung der Glieder, weil dann Einer von ihnen auf

st S. Note 11.