David und Abner.
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war und keinen Schritt that, das Vaterland von deren Joch zubefreien. Ein unglückseliges Verhängniß hielt ihn in den Bandender Philister umstrickt; seine Klugheit stand im Kampfe mit seinerVaterlandsliebe. Diese gebot, Alles aufs Spiel zu setzen, um sichvon dem unheilvollen Bündnisse los zu machen, jene dagegen rieth,den mächtigen Nachbar nicht zu reizen, ihn vielmehr als Leiter zurErklimmung einer hohen Stufe zu benutzen. Achisch ließ Daviddie volle Freiheit, sich als König von Juda zu geberden undStreifzüge in die Grenzgebiete der Wüste, wo die Wanderstämmehausten, zu machen, von deren Beute er nach wie vor seinen Antheilerhielt; aber darüber hinaus durfte David keinen Schritt thun.Joab, in dem ein Gewaltiges sinnender Feldherr steckte, mußtesich die kleinliche oder schmähliche Rolle gefallen lassen, die Raub-züge gegen die Geschuriter oder Kenisiter fortzusetzen st. Mit demGeschuriter-König Talmai hatte David damals entweder einBündniß geschlossen, wodurch er dessen Tochter Maacha zur Eheerhielt, oder er hatte sie in einer Fehde erbeutet. Das war seinedritte Frau neben Achinoam und Abigall. Der von ihr
geborene Sohn hat später Unheil über David und das ganze Volkheraufbeschworen. Konnte David seine Königswürde nicht durchMachtentfaltung erhöhen, so sollte sie wenigstens durch Vielweibereiglänzen. Er nahm in den sechs Jahren, so lange er in Hebronresidirte, zu den drei Frauen noch drei andere hinzu: Chagit,Abital und Eglah.
Die Befreiung des Landes von den Philistern, an die Davidnicht denken konnte, weil ihm die Hände gebunden waren, vollzogSaul's Feldherr Abner. Es war ihm gelungen, von der großenNiederlage am Gilboa zu entkommen, und er verlor den Muthnicht, bei dem Schiffbruch des Hauses Saul was noch möglichwar zu retten. Mit anderen Flüchtlingen begab er sich jenseitsdes Jordan, wo sie die Philister nicht erreichen konnten, und wofür das Haus Saul dankbare Herzen schlugen. Die StadtMachanalm, nordwestlich vom Fluß Jabbok, die Grenzstadt derbeiden Stämme Gad und Halb-Manassest, wählte Abner zumSammelpunkt für die Anhänger des Hauses Saul. Die Karavanen-
tz Folgt aus Sam. II, 3, 22.2) S. Note 12.
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