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Geschichte der Juden.
Israel zu eifern*), d. h. das Fremde, Unisraelitische und dieFremden, Nichtisraeliten zu beseitigen. Stark genug war er gegendiese Gruppen, die meistens zerstreut inmitten der Israeliten wohntenund keinen Zusammenhang unter einander hatten. Saul ging inseinem Eifer sehr weit. Zu den geduldeten Fremden gehörtenzunächst die Gibeoniten, die sich freiwillig den einziehendenIsraeliten unterworfen hatten, und denen Josua und die AeltestenDuldung und ruhiges Dasein zugeschworen hatten so. S. 61).Saul achtete den Schwur nicht und richtete ein Blutbad unterden Gibeoniten an, dem nur Wenige derselben entgingen 2 ). DieStadt Gibeon scheint Saul in Besitz genommen und sie seinenVerwandten zugetheilt zu Habens. Zugleich mit den fremden kanaa-nitischen Völkerschaften verfolgte Saul auch die mit dem götzen-dienerischen Wesen in Verbindung stehenden Geheimkünstler.Wo Todtenbeschwörer, Zeichendeuter oder sonst geheimthuendeGaukler ihr Handwerk trieben, wurden sie aufgegriffen und Hin-gerichtete). Freilich ganz vertilgen konnte er dieses Geschlecht nicht;denn so lange der Wahnglaube nicht ans den Köpfen gebannt ist,so lange nicht die klare Ueberzeugung durchgedrungen ist, daß der-gleichen geheime Künste auf Täuschung oder Selbsttäuschung beruhen,fehlt es auch nicht an solchen, welche ihn nähren und ansbeuten.
*) Die Stelle Sam. II, 21,2 nnivwi inixipn ist beachtcnswcrth,
sie erklärt die Thatsache, warum Saul so sehr gegen die Gibeoniten gewüthethat. Es ergiebt sich auch daraus, daß er nicht blos die Gibeoniten verfolgt hat.
2 ) Das. 21, 1-6.
sj Die Genealogie eines Theiles der Benjaminiteu, welche in der Chronikzweimal aufgeführt wird ll, 8, 29—40 und 9, 35—44, mit Varianten) scheinthistorisch zu sein. Als der älteste Besitzer von Gibeon ist daselbst 9, 35 ange-geben: Jc'i'cl, (der Name fehlt in der Parallclstelle). Dieser
Je'iel wird als Vater von Kisch, dem Vater Saul's, Ncr's und anderenSöhnen aufgeführt. Daraus folgt, daß bx'w'' identisch ist mit bx-> 2 X, demVater Kisch's (Samuel I, 9, Ist In der Chronik 8, 33; 10, 39 ist jedenfalls eineLücke statt .->x -wbin anzunehmen, nämlich -> 2 vx nx ->21bixw nx "wi-in. Der Besitz von Gibeon wird also erst auf Saul's Groß-vater zurückgeführt. Da anderweitig dagegen angegeben wird, daß Saul's Vater,also wahrscheinlich auch Großvater in Gibea gewohnt haben (die Angabe SamuelII, 21,14 von ni- 2 , als Begräbnißort von Kisch bedarf ohnehin noch der kriti-schen Erforschung), so scheinen Saul's Verwandte d. h. Kisch's Brüder und Neffensich in Gibeon niedergelassen zu haben, und diese Ansiedelung muß mit demGemetzel gegen die Gibeoniten Zusammenhängen.
4) Sam. I, 28, 3. 9.