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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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Geschichte der Juden.

schmolzen, daß sie als ephraimitische (bhzürati) galtest Esläßt sich denken, daß eine so bedeutende Persönlichkeit, welche eineUmgestaltung in der Gesinnung und in der politischen Lage desVolkes hervorgebracht hat, im Volksmundc verklärt wurde. Wiedie meisten innerlich lebenden großen Männer verdankte Samueldie Fülle seines Gemüthslebens seiner Mutter Anna (Channa).Ein verklärender Zug hat diese Mutter nach dem Bilde der Rahelgeschaffen. Wie Jakob zwei Frauen hatte, von denen gerade dieam innigsten geliebte kinderlos blieb, so auch Samuel's Vater El-kana; von der einen, Penina, wurden ihm mehrere Kinder ge-boren, während Anna, die zweite, die sein ganzes Herz besaß, langekinderlos blieb. So oft sie mit ihrem Gatten das Heiligthum zuSchilo besuchte, flehte sie daher inbrünstig zu Gott, er möge ihreinen Sohn schenken, den sie ihm oder dem Heiligthum lebensläng-lich zu weihen versprach. Sie betete aber stets so leise mit kaumbemerkbarer Lippenbewegung, daß der Hohepriester Eli, als er sieeinst in dieser Stellung sah, sie als eine Trunkene betrachtete undsie darüber zurecht wies. Anna's Gebet wurde erhört; sie gebarSamuel, und als er entwöhnt war, brachte sie ihn ins Heiligthumnach Schilo und übergab ihn dem Hohepriester, daß er lebensläng-lich im Zelttempel den heiligen Dienst verrichten sollte. WährendWeiheopfer für ihn gebracht wurden, erwachte das Kind, dasbis dahin schlafend in den Armen der Mutter lag, als hätte es eineAhnung davon gehabt, was mit ihm im Heiligthum vorging 2). ImGegensatz zu den Söhnen Eli's, welche das Heiligthum geringgeschätzt,zeigte Samuel schon in zarter Jugend tiefe Verehrung für das-selbe^).

tz An der levitischen Abstammung Samuel's ist nicht zu zweifeln, obwohl sieim Buche Sam. nicht angegeben ist. In Chronik 1,6,813 und 1823 sind zweiGenealogien von Samuel und den mit ihm verwandten Korachiden aufgeführt,die den Stempel der Echtheit an sich tragen und einander ergänzen und berich-tigen. In Numeri 26,11 ist ausdrücklich angegeben, daß die Korachiden nichtmit ihrem Vater untergegangen sind, mit Rücksicht ans ihre Bedeutung.

2) Das ist der richtige Sinn von Samuel I, 1, 24, ir'tdas Kind

erwachte", Niphal von -> 12 . Die Ausleger haben diese Form verkannt und eineabgeschmackte Tautologie daraus gemacht. Die griech. B. machte daraus

Ss Dieser Zug ist auch angedeutet das. 2, 1221.