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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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Eli's Richterthum.

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Aber immer wieder habt ihr mich verlassen und fremden Götterngedient, darum mag ich euch nicht mehr (durch einen Heldenretten). Gehet und rufet die Götter an, die ihr erwählt habt,

mögen die euch in der Zeit der Noth retten").

In Schilo lebte in dieser Drangsalzeit ein Priester, der seinerAhnen, Ahron und Pinehas, würdig war, der erste Ahronide seitlängerer Zeit, dessen Namen der Nachwelt nicht vorenthalten wurde.Er wird schlechthin Eli genannt, ohne weitern Zusatz, ohne An-gabe des Namens seines Vaters; nur das einzige Ehrenbeiwortwird ihm beigelegt, daß er ein Priester in Schilo war. Eli wirduns als ein ehrwürdiger Greis geschildert, der nur Worte derSanftmuth auf den Lippen hatte, der nicht im Stande war, eine harteRüge auszusprechen, nicht einmal gegen seine nicht würdigen Söhne.Ein solcher Greis mußte schon durch seine sittliche Haltung undsein heiliges Leben wohlthätig wirken und warme Anhänger fürdie Lehre, die er vertrat, gewinnen. Und wenn immer mehr Ver-zagte aus den Stämmen Ephraim, Benjamin, wohl auch Dan unddenen jenseits des Jordans mit ihren Klagen nach Schilo kamen, jeneüber die Leiden von Seiten der Philister und diese über die Miß-handlung von Seiten der Ammoniter seufzten, so hatte Eli Gele-genheit, sie auf den stets hilfreichen Gott Israels zu verweisen undsie zu ermahnen, von dem Wesen der fremden Götter zu lassen.Dadurch erweckte er eine gehobene Stimmung. So Manche derAeltesten der Stämme wendeten sich von dem Baal zu ihremureignen Gottes, und ihre Stammglieder folgten ihnen in derRegel nach.

Kriegerisch war Eli wohl nicht. Er war vielmehr seiner ganzenNatur nach ein friedlicher Richter. Sein gewöhnlicher Aufenthaltwar, so oft er sich öffentlich zeigte, an dem Eingänge zum Zelttempelin Schilo auf einem Throne sitzend, nicht an der Spitze einer Schaar.

Richter 10, 1015. Diese Ermahnung kann unmöglich vor der ZeitJephtah's ausgesprochen worden sein, da darin von der Errettung von denAmmonitern und den Philistern die Rede ist, was erst zur Zeit Jephtah's undSimson's geschehen ist. Sie paßt auch nicht auf die Zeit Sanmel's, dem eineähnliche Anrede in den Mund gelegt wird lSamuel I, 12, 6 fg.). Man mußsie daher in die Zeit nach jenen beiden Richtern setzen, d. h. zur Zeit Eli's.Der Eingang 'n ist zu verstehen gleich Richter 6, 8: xivt wix2,' Richter 10, 15; auch ans diese Zeit zu beziehen.