Abimelech und die Sichemiten.
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reiben, um die Obmacht wieder an sich zu reißen, und Abimelechwollte ernstlich regieren und den Sichemiten nicht ihre anmaßendeFreiheit lassen. Als traute er den Sichemiten nicht, wohnte er nichtunter ihnen, sondern wahrscheinlich in ArumaU. So kam es zuReibungen zwischen ihnen. Zunächst machten die Sichemiten dieVerkehrsstraßen, welche durch ihre Stadt führten, unsicher, lauertenden Karavanen auf, welche vorüberzogen, und raubten deren Maaren.Um ihnen das Handwerk zu legen, setzte Abimelech einen seinertreuen Bandenführer, Zebul, zum Aufseher über Sichern, der siein Zaum halten sollte 2). Das erbitterte die Sichemiten noch mehr.Doch mochten sie noch nicht offen gegen ihn auftreten. In Sichernwaren aber Ausländer eingezogen, Gaal, Sohn Ebed's, mit seinenVerwandten, die unter dem Schutze der Bündnisse ungestörtdarin wohnen durften ch. Dieser, welcher sich in das Vertrauen derSichemiten gesetzt hatte, reizte sie noch mehr zur Auflehnung gegenAbimelech. Im Rausche bei der Weinlese sangen sie Spottliederauf ihren Herrscher. Gaal sprach: „Wer ist denn dieser Abimelech,daß wir ihm unterthänig sein sollen? Ist er doch nur der SohnJerubaal's! Und sein Statthalter Zebul war unterthänig denLeuten des Chamor, des Vaters von Sichem, und warum solltenwir ihm unterthänig sein?" st. „Wenn mir dieses Volk übergeben
tz S. weiter unten.
2) In Vers 9, 25 ist zum Schluß zu ergänzen ix Di
3) Gaal und seine Brüder waren entschieden Ausländer und nicht Israe-liten. Dafür sprechen nicht blos die nnisraelitisch klingenden Namen i-D und
<die L. A. '/«-M kann nur eine Corruption sein), sondern ganz besondersVers 26: vvwI iDLi — i-D x^i, was sonst nicht verständlich ist. Es wirdaber verständlich, wenn man ^ 1 x 2 xvi „er kam ins Land", dazu ergänzt.Ferner spricht dafür, daß Gaal, der Urheber der Empörung, lediglich ansSichem ausgewiesen und nicht am Leben bestraft wurde — eben weil erein Ausländer war und unter dem Schutze des iiD i -22 stand.
4) Vers 9, 28 ist sehr dunkel, namentlich wenn 112 " als Imperativ verstan-
den wird. Die griechische Version las dafür 112? ckovlox «vroL aüi- rov«r/ühäarx X. r. 1., was noch weniger Sinn giebt. Besser stimmt die
syrische Version 112 N n^ixb Nstd nsipis iLi bvi. Sie las 12V: Zebulwar unterthänig den Leuten des Chamor d. h. den Chiwiten. So erhält derVers einen leidlichen Sinn. Schwierig ist nur die Frage 2 : 2 .' D->, und es wirdnicht durch die L. A. der Septuaginta gebessert mos- es könnte den Sinn
haben: was bedeutet Abimelech gegenüber der Stadt Sichem?